Schwerpunkte

Fahrerlose Transportsysteme

Kompakte Steuerungen und Antriebe ein Muss

08. November 2017, 00:30 Uhr   |  Franz Aschl

Kompakte Steuerungen und Antriebe ein Muss
© Melkus Mechatronic

Smart Factories versprechen dem Betreibern eine hohe Flexibilität - etwa durch den Einsatz von fahrerlosen Transportsystemen oder mobilen Roboterlösungen. Die Automatisierung dieser Subsysteme erfordert wiederum äußerst kompakte Steuerungs- und Antriebskonzepte.

Die Produktionsanlagen der Zukunft sind nicht mehr homogen. Immer kleinere funktionale Einheiten werden als eigenständige Module ausgeführt und nur bedarfsweise zugeschaltet. Da fix installierte Handling- und Fördersysteme zu wenig flexibel sind, übernehmen künftig zunehmend fahrerlose Transportsysteme (FTS) innerbetriebliche Transportaufgaben. Sie können flexibel auf veränderte Erfordernisse reagieren und schließen die Lücke in der Kette automatisierter Prozesse innerhalb einer Fabrik. Kurzum: FTS sind ein fester Bestandteil von Smart Factories und müssen daher in die Gesamtautomatisierung eingebunden sein.

Selbstfahrender Packmann 200
© Thorsten Sienk / Kollmorgen

Mobile Lösungen wie etwa der selbstfahrende ‚Packmann 200‘ von Probotics oder ...

FTS als Automations-Benchmark

Die in mobilen Anlagenteilen verwendete Steuerungs- und Automatisierungstechnik hat dabei hohen Anforderungen zu genügen. Zusätzlich zur Ablaufsteuerung muss diese oft mathematische Aufgaben bewältigen, um die Fahrbefehle der Leitsteuerung umzusetzen. Hinzu kommt bei frei navigierenden Systemen die ständige Überprüfung des gefahrenen Kurses anhand von Magnetpunkten, Laser-Reflektoren oder optischer Merkmale der Umgebung.

Fahrerloses Assistenzsystem AGV von Directech
© Directech

... das AGV (automated guided vehicle) von Directech werden künftig immer zahlreicher etwa in Regalgassen oder auch in den Montagelinien unterwegs sein.

Die Antriebstechnik wiederum muss nicht nur die Fahrmotoren, sondern auch Nebenantriebe ansteuern, etwa Hebe-, Dreh- oder Schiebeeinheiten für die Materialübergabe. Zudem ist oftmals ist eine Visualisierung direkt am Fahrzeug gefordert, inklusive Eingriffsmöglichkeiten für betriebliche Sonderfälle und die Wartung. Nicht zu vergessen das Thema Funktionale Sicherheit, denn gerade bei frei beweglichen Systemen ist es wichtig, die Unfallgefahr zu minimieren.

Egal ob spurgeführt als mobile Plattformträger in Montagelinien oder frei navigierend für die flexible Materialbereitstellung: Im Inneren der meist sehr kompakten fahrerlosen Transportfahrzeuge steht in der Regel extrem wenig Raum zur Verfügung, und selbst der ist oft nicht durchgängig, sondern auf mehrere kleine Hohlräume aufgeteilt. Ebenfalls eng begrenzt ist in den batteriebetriebenen Fahrzeugen der zulässige Stromverbrauch. Nicht zuletzt wegen ihrer Größe und ihres Strom­verbrauchs waren Seriengeräte für die industrielle Automation in der Ver­gangenheit für solche Anwendungen wenig geeignet.

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1. Kompakte Steuerungen und Antriebe ein Muss
2. Die Kommunikation – eine ­besondere Herausforderung
3. Miniaturisierung macht’s möglich
4. Sichere Signale über WLAN
5. Neue Servo-Endstufe mit STO

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