UX-Design in der Industrie

Endlich an den Nutzer denken

UX-Design
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Im B2C längst Usus, im B2B meist vernachlässigt: die Nutzererfahrung oder User Experience. Dabei sollte Usability als Wettbewerbsvorteil gesehen werden. Ein Appell von Fabio Brito.

Dieser Text ist ein Appell. Der Appell lautet: Lasst uns nicht den Fehler machen, den B2B-Unternehmen ‚traditionell‘ gerne machen. Ich rede davon, die Nutzer- bzw. Kundenperspektive zu vernachlässigen! Das können wir uns definitiv nicht mehr leisten. Der Grund dafür ist einfach, aber wir sollten ihn uns immer wieder vor Augen führen: Der durchschnittliche B2B-Kunde existiert nicht einfach im luftleeren Raum, sondern ist auch gleichzeitig privater Konsument. Heute heißt das, dass er bestimmte Nutzererfahrungen und Ansprüche mitbringt, die er bei Diensten und Marken wie Netflix, Amazon, Apple und Co. entwickelt hat.

Die Konsequenz muss lauten: Wer seine B2B-Kunden glücklich machen möchte, sollte dringend der Optimierung seiner UX (User Experience) einen größtmöglichen Stellenwert einräumen. Wie kommen wir zu diesem Schluss? Auf unserer Plattform bringen wir Anbieter und Abnehmer von Metallteilen zusammen. Wir wissen, dass wir den Abnehmern einen perfekten Bestellprozess bieten müssen und auch für die Anbieter muss die Nutzung unserer Plattform leicht und zeitsparend von der Hand gehen. Zusammengefasst heißt das: Wir brauchen ein modernes UX-Design. Im Folgenden möchte ich Ihnen vier Gründe nennen, warum das so ist und warum diese auf sehr viele Unternehmen in der industriellen Produktion übertragbar sind.

Usability als Verkaufsfaktor

Wie eingangs erläutert, ist der B2B-Nutzer von heute erheblich anspruchsvoller als früher. Bewegt man sich in einem umkämpften Marktumfeld, kann die Bedienbarkeit der eigenen Produkte – egal, ob Software, Hardware oder eigene Webseite – zum entscheidenden Faktor werden – je größer die Konkurrenz, desto wichtiger werden Benutzerfreundlichkeit oder Usability. Danach suchen die Kunden heute aus, denn in den vergangenen Jahren hat sich ein wichtiger Wandel vollzogen: Während früher die das Bedienen eines (digitalen) Produkts in der Verantwortung des Kunden lag, ist es heute umgekehrt. Gibt es Probleme, liegt die Schuld bei der Bedienbarkeit der Lösung.


  1. Endlich an den Nutzer denken
  2. Usability als Wettbewerbsvorteil
  3. Perspektiven unterschiedlicher Nutzergruppen einfließen lassen

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