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Die NFC-Alternative

25. Januar 2018, 00:00 Uhr   |  Richard Schmidmaier


Fortsetzung des Artikels von Teil 3 .

Entwicklung leicht gemacht

NFC auf einer Baugruppe zu implementieren, ist mit Connected NFC Tags einfach. Die Schritte sind im Wesentlichen:

  • Hardware: Den Chip per I²C-Bus mit der MCU verbinden sowie die NFC-Antenne entwickeln. NXP stellt dazu einige Antennen-Größen als Gerber-Files zum Download bereit. Wenn eine andere Form gewünscht wird, gibt es ein Konfigurationstool, mit dem die Geometrie berechnet werden kann.
  • Firmware: Der NFC-Chip erscheint für die MCU wie ein serieller Speicher. Das Schreiben der Firmware beschränkt sich daher auf Register-Schreib- und Lesevorgänge und ist vergleichbar mit der Anbindung anderer Peripherie-Chips. 
  • App: Für das Smartphone sieht ein ‚NTAG I²C plus‘ wie ein normaler NFC-Tag aus, daher ist auch eine Smartphone-App kein Hexenwerk. Für das Lesen und Schreiben von Tag-Inhalten über NFC können die Betriebssystem-Funktionen verwendet werden. Noch einfacher wird es mit einem Software Development Kit wie Taplinx, das kostenlos erhältlich ist.

Eine Anleitung für die Entwicklung findet sich im Internet mit Bildern, Videos und Verweisen auf Datenblätter. Zwei verschiedene Development Kits vereinfachen das Design-in je nach benötigten Interfaces: Das NTAG I²C plus Explorer kit (OM5569-NT322E) sowie das NTAG I²C plus kit for Arduino pinout (OM23221ARD). 

Die Lese- und Schreib-Reichweite hängt von verschiedenen Faktoren ab: Der Antennen-Größe im Reader/Smartphone und auf der Baugruppe sowie der Ausgangsleistung. Bei der Leistung sind spe-zialisierte Reader im Vorteil gegenüber NFC-Smartphones, da letztere meist aus Stromspar-Gründen mit geringerer Leistung arbeiten. Unter normalen Bedingungen wird man mit einem Smartphone auf Reichweiten zwischen 2 und 5 cm kommen, während mit einem speziellen Reader bis zu 10 cm möglich sind. 

Die Material-Umgebung spielt ebenfalls eine große Rolle. Während Kunststoff, Glas und Holz das NFC-Signal praktisch nicht dämpfen, schirmt ein Metallgehäuse das Signal komplett ab, sodass keine Kommunikation möglich ist. Ein Sonderfall ist das Anbringen des Tags außen an einer Metallfläche. Dies ist möglich, wenn man eine Ferrit-Folie zwischen Tag und Metall anbringt – ansonsten wird das NFC-Feld durch Wirbelströme im Metall ausgelöscht.

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1. Die NFC-Alternative
2. Kleiner, besser, günstiger
3. Smartphone-Auswahl fast unbeschränkt
4. Entwicklung leicht gemacht
5. Sicherheit nach Maß
6. NFC-Produkte auf dem Markt

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