Robotik: Interaktion aus der Ferne - Das Projekt ImRoNet

Mit internetbasierten Technologien lassen sich Prozesse nicht nur überwachen. Im Fall von mobilen, manipulierenden Robotern sollen sie künftig auch eine direkte Interaktion des Anwenders mit der Maschine über beliebige Entfernungen ermöglichen. Voraussetzung hierfür ist die Entwicklung neuer Nutzerschnittstellen zur Teleoperation.

Forscher des Fraunhofer Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) sowie der Universität Karlsruhe sind zusammen mit Partnern aus der Industrie im Rahmen eines vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderten Projektes mit Namen ImRoNet derzeit damit befasst, neue Verfahren und Komponenten zur Gestaltung der intuitiven Bedienung von Robotern in typischen Einsatzumgebungen zu konzipieren und experimentell zu validieren. Damit die Teleoperation möglichst effektiv durchführbar ist, gilt es die Daten unterschiedlichster Sensorsysteme des Roboters multimedial so aufzubereiten, dass der Bediener sie intuitiv interpretieren und darauf reagieren kann.

 

Typische Anwendungen für solche teleoperativen Systeme sind die Überwachung und Steuerung von technischen Anlagen, Bauwerken, Gebäuden und Umgebungen. Neben der Teleoperation besteht ein weiteres Projektziel in der multimedialen Unterstützung eines lokalen Benutzers vor Ort durch einen mobilen Roboter. Falls erforderlich, kann dabei ein entfernter Experte, der über den Roboter Arbeitsanweisungen visualisiert und demonstriert, zusätzlich Unterstützung leisten. Auf diese Weise soll künftig selbst weniger qualifiziertes Personal in die Lage versetzt werden, Wartungsaufgaben durchzuführen. Zudem lassen sich über ein solches Konzept die Reparaturzeiten beziehungsweise die damit verbundenen Stillstände in der Produktion minimieren.

 

Die Basiskomponenten

Als Basiskomponenten mobiler, manipulierender Roboter sind primär die Ansteuerung der mobilen Plattform und des Roboterarms sowie die sensorische Erfassung der Umgebung zu betrachten. Letztere kann beispielsweise für den Kollisionsschutz bei der Teleoperation als Grundlage für teilautonome Roboterfunktionen sowie zur visuellen Unterstützung des Teleoperators zum Einsatz kommen.