Hacking Engineering: Ideenwettbewerb von VDMA und Fraunhofer

Lösungen für die Herausforderungen von Industrieunternehmen zu entwickeln - mit diesem Ziel traten elf internationale Teams beim Pilotwettbewerb von VDMA und Fraunhofer an.

Hackin Engineering Hackathon, VDMA, Fraunhofer Bildquelle: © VDMA

Der Pilot des Ideenwettbewerbs 'Hacking Engineering' von VDMA und Fraunhofer fand vom 17. bis 19. Mai 2019 in Berlin statt.

Um als Unternehmen mit den Veränderungen vieler industrieller Märkte mithalten zu können, braucht es spezielle Innovationsformate. Daher haben der VDMA und die Fraunhofer-Gesellschaft mit dem „Hacking Engineering“-Hackathon eine Plattform geschaffen, um solche Herausforderungen angehen zu können.

Der Pilot des Ideenwettbewerbs fand vom 17. bis 19. Mai 2019 in Berlin statt. Er fokussierte sich auf Herausforderungen in den Feldern Datenübertragung, Fernwartung, Augmented Reality und Predictive Maintenance. Dafür wurden vier Aufgaben von den Unternehmen Rolls Royce Power Systems, F&S Bondtec Semiconductor und KSB eingebracht. Am Hackathon nahmen elf internationale Teams mit insgesamt 44 Hackern teil; darunter sowohl Startups und Forschungsteams als auch Studierende und Young Professionals.

Sechs Lösungen überzeugten die Jury besonders. Den Preis für die Aufgabe von Rolls Royce Power Systems gewann das Team „Always Tunded“ mit ihrem Konzept einer nachhaltigen Hardware. Das Forschungsteam „MyDigitalMachine“ aus dem Fraunhofer IPA überzeugte die Jury bei der Challenge von F&S Bondtec. Sie entwickelten eine analoge Lösung für die Wartung von Anlagen mit Hilfe sicherer Datenübertragung. Bei der Challenge von KSB zur Komponentenerkennung in bestehenden Anlagen holte das Team „pumpident“ mit ihrem innovativen Ansatz zur Auslesung von Typenschildern den Sieg. Das Team „the Avengers“ gewann den Sieg bei der zweiten Challenge von KSB. Sie überzeugten mit einem Machine-Learning-Ansatz für die Zustandskontrolle und Wartung von Pumpen. Weitere Preise vergab Fraunhofer an die Teams „Absperrklappen“ sowie „qbound“, die Fraunhofer-Technologie nutzen.

Der Hackathon bildet den Auftakt des gemeinsamen „Hacking Engineering“-Projekts, mit dem VDMA und Fraunhofer High-Tech-Startups für den Maschinenbau erschließen wollen. „Wir wollen gemeinsam dazu beitragen, dass die Maschinenbauindustrie als Motor der deutschen Wirtschaft durch marktfähige Innovationen auch in Zukunft zur Weltspitze gehören wird“, erläutert Dr. Laura Dorfer von VDMA Startup Machine. Tea Böhm von Fraunhofer Venture ergänzt: „Die systematische Kooperation und der Technologie-Transfer zwischen High-Tech-Ausgründungen aus der Forschung und dem industriellen Mittelstand eröffnen hier besondere Chancen. Der Hackathon ist ein guter Startpunkt, um diese Vision gemeinsam zu verwirklichen.“