Augmented- und Virtual-Reality: Für mehr Kompetenz im Feld

Schulungen mit AR- und VR-Technologien können Feldtechniker auf den realen Einsatz in industriellen Anlagen vorbereiten. Doch wo macht der Einsatz Sinn und welche Voraussetzungen sind nötig?

AR- und VR-Technologien, Honeywell Bildquelle: © Honeywell

Der Arbeitsumfang von Feldtechnikern ist gewachsen. Er umfasst alte und moderne sowie mechanische und elektronische Systeme. Häufig enthalten diese Systeme spezifische Softwarelösungen, die zusätzliche Kenntnisse erfordern, und das, obwohl gleichzeitig die Aussichten auf Schulungen und Betreuungen abnehmen. Wie also mit den Themen Effizienz, Produktivität und Sicherheit im Feld umgehen, wenn die Spezialisten vor Ort möglicherweise mit dem Tempo, in dem detaillierte Expertisen über System, Prozess und Sicherheit gefordert sind, nicht Schritt halten können? Und wie soll die drohende Kompetenzlücke adressiert werden, wenn erfahrenes Personal in Ruhestand geht und jüngere Mitarbeiter noch nicht ausreichend geschult sind, um die Anforderungen zu erfüllen? Technische Hilfsmittel können hier helfen – nur sollte genau ausgewählt werden, welche davon auch tatsächlich Effekte mit sich bringen.

Bei genauerer Betrachtungen sowie bei Gesprächen mit Kunden und deren Mitarbeitern wurde deutlich, dass die Lernmethoden sich über die Jahre verändert haben: So sorgt die zunehmende Komplexität dafür, dass die Bedeutung des Lernens immer wichtiger wird. Feldtechniker haben ein breiteres Spektrum zu bearbeiten und gleichzeitig steht weniger Zeit für persönliche Schulungen oder andere Interaktionen zur Verfügung. Auch wird der Bedarf an praktischen Schulungen nicht wegfallen, denn „man kann nicht Auto fahren lernen, indem man ein Buch liest.“ So gilt ebenso: Auch Feldtechniker müssen mit ihren Händen(praxisorientiert) lernen. Dabei fordern die sogenannten Millennials – die Generation nach der Jahrtausendwende – in allen Altersgruppen einen schnellen Zugang zu Informationen. Anstatt einer langfristigen Abspeicherung und dem Aufbau der Kompetenz über Jahre hinweg möchte man sofort zum Experten werden – getreu dem Motto: „Sag mir, wie ich es machen soll, damit ich weitermachen kann.“