Augmented Reality: Die Hololens in der Praxis

Augmented Reality bietet interessante Einsatz-Szenarien in der Industrie – etwa bei der Montage, der Qualitätsprüfung oder der Ausbildung. Auch die Hololens-Brille von Microsoft kann hier ihre Stärken ausspielen. Ein Leitfaden für die Praxis.

A_Augmented Reality mit der Hololens Bildquelle: © Microsoft

Das Thema Augmented Reality (AR) erfährt momentan große Aufmerksamkeit im industriellen Sektor. Hierfür gibt es zwei Gründe: Zum einen kommen aktuell zahlreiche Hardware-Produkte auf den Markt. Dabei handelt es sich größtenteils um Datenbrillen wie etwa die Hololens von Microsoft. Zum anderen ist die Industrie prädestiniert für den Einsatz von AR, da es eine Vielzahl potenzieller Einsatzszenarien gibt.

Doch was ist AR und was macht das Thema so interessant? Es handelt sich dabei um die computergestützte Erwei­terung der Realitätswahrnehmung. Theoretisch können alle Sinnesorgane des Menschen angesprochen werden. In der Praxis beschränkt sich der virtuelle Einfluss jedoch auf das Sehen und Hören. 

In vielen Fällen werden virtuelle Objekte nicht einfach nur im Sichtfeld des Anwenders eingeblendet, sondern sie integrieren sich auch in seiner Realität. Dies bedeutet, sie verhalten sich wie ein tatsächlich existierendes Objekt in Bezug auf Position, Distanz und Ausrichtung. Für diese Form der Integration in die Realität hat Microsoft den Begriff der Mixed Reality (MR) geprägt. MR ist somit eine Unterform von AR. Folgende Kriterien müssen erfüllt sein, um von Mixed Reality sprechen zu können:

  • Position: Das Objekt hat eine definierte Position in der realen Welt, die nicht in Abhängigkeit zum Anwender steht (das Objekt bewegt sich nicht mit dem Anwender mit).
  • Distanz: Das Objekt hat eine definierte Position, weshalb die Distanz zum Anwender variabel ist und sich ändert, sobald sich dieser entfernt oder nähert.
  • Ausrichtung: Die Ausrichtung des Objektes ist fix. Das bedeutet, wenn sich der Anwender um das Objekt herumbewegt, dreht es sich nicht mit. 
  • Interaktion: Das virtuelle Objekt kann mit der Realität interagieren und um­gekehrt. Es kann beispielsweise bewegt werden oder unterliegt der Schwerkraft.

Neben der Definition von AR und MR sorgt die Abgrenzung zu Virtual Reality (VR) für ein besseres Verständnis der Thematik. AR und VR haben viele Gemeinsamkeiten – es gibt jedoch einige entscheidende Unterschiede. Der wichtigste Unterschied ist der Bezug zur Realität. Während dieser bei AR bestehen bleibt und die Realität lediglich durch virtuelle Objekte erweitert wird, ist der Anwender in einer VR-Anwendung von der Realität abgeschnitten und befindet sich völlig in der virtuellen Welt. Aufgrund dieses Unterschieds differieren auch die Anwendungsgebiete für die beiden Technologien.