Wearables: Smartwatches für die Fertigung

Fortsetzung des Artikels von Teil 7.

Iteratives Vorgehen

2.0-Zoll-QVGA-Multitouch-Display, Workerbase Bildquelle: © Workerbase

Auf dem 2.0-Zoll-QVGA-Multitouch-Display lassen sich verschiedene Funktionen ausführen und Anwendungen abbilden.

Digitalisierung kann nur dann gelingen, wenn man die Belange der menschlichen Arbeiter berücksichtigt. Der Mensch in der Industrie ist auch in Zukunft gefragt – allein die Art und die Organisation der menschlichen Arbeit ändert sich. Um diesen Weg erfolgreich zu beschreiten, sind Anpassungen vorzu­nehmen: Idealerweise wird beim Bestehenden angefangen und neue Lösungs­muster werden schrittweise eingeführt. Nicht nach einem von vornherein definierten Masterplan, sondern nach einem iterativen ‚Build-Measure-Learn‘-Vor­gehen. Die digitale Transformation verlangt nach einem ­kontinuierlichen An­passen an neue Anforderungen. Das Ziel ist, Produktionsprozesse flexibler zu gestalten und neue Geschäftsmodelle und Produktinnovationen, wie zum Beispiel Losgröße 1 zu ermöglichen. 

Moderne Plattformen unterstützen die digitale Transformation: Der Mensch wird über mobile Geräte bestmöglich in die industriellen Prozesse integriert. Cloud-basierte Plattformen steigern die Flexi­bilität der Produktionsprozesse durch ­einfache und schnelle Anpassung von Workflows ohne Programmieraufwand. Digi­talisierung muss nicht ‚nach Masterplan‘ eingeführt werden, sondern es gilt, Anwendungen über leichtgewichtige Pilotprojekte Schritt für Schritt, App für App, einzuführen. Für eine erfolgreiche Einführung von mobilen Geräten empfiehlt es sich, die System­merkmale Geschäftsfokus, Robustheit, Inter­operabilität, Flexibilität, Wartungsfreundlichkeit und Skalierbarkeit zu be­rücksichtigen.

Autor: 
Thorsten Krüger ist Co-Founder bei Workerbase.