Auslesen und Parametrieren: Die NFC-Alternative

NFC ist in mehr als 1,5 Mrd. Smartphones zu finden und wird vor allem im Consumer-Bereich ­verwendet. Die einfache und intuitive Kommunikation auf kurze Entfernungen prädestiniert die ­Technik auch für die Industrie.

A_NFC für die Fabrik Bildquelle: © Zapp2Photo/Shutterstock.com

Seien es Schaltschwellen bei Sensoren, Einschalt-Kennlinien bei Stromversorgungen, Drehzahlen bei Motorsteuerungen oder Verzögerungszeiten und Schaltprogramme bei Timern: Diese Parameter steuern zumeist Geräte im industriellen Umfeld. Aber wie kommen diese Parameter in das Gerät? Oft werden DIP-oder Drehwahlschalter genutzt. Diese funktionieren auch im ausgeschalteten Zustand – allerdings nur für wenige Bits an Konfigurations-Daten. Mehr Daten können vom PC aus über eine UART- oder USB-Schnittstelle programmiert werden. Diese ist aber – genau wie beim Schalter – üblicherweise nicht staub- und wasserdicht. In Verbindung mit Smartphones könnte auch Bluetooth zur Konfiguration dienen. Allerdings muss die zu parametrierende Baugruppe dazu mit Strom versorgt sein. Zudem besteht die Gefahr, dass es bei mehreren Baugruppen zu Verwechslungen kommt und man aus Versehen die falsche Baugruppe anspricht. Ähnlich ist es bei Diagnosen oder auch bei Firmware-Updates: Hier wird oft mit Service-UART- oder USB-Schnittstellen gearbeitet.

Alle oben beschriebenen Lösungen sind zwar weit verbreitet, aber jede hat ihre individuellen Nachteile – und sind zudem relativ teuer: Für einen 8-fach-DIP-Schalter muss man in mittleren Stückzahlen circa 0,30 Euro bezahlen, für einen Bluetooth-Chip oft mehr als 1 Euro.