Alleinarbeiterschutz: Sicheres Arbeiten an isolierten Orten

Fortsetzung des Artikels von Teil 2.

Automatischer Notruf

Mobiles Endgerät sendet Notsignal Bildquelle: © Ecom Instruments

Das Smartphone oder Tablet sendet im Notfall ein Notsignal an die Leitstelle. Ein automatischer Rufaufbau gehört dabei zu den standardisierten Verfahren. So ist sichergestellt, dass ein Unglücksfall immer direkt gemeldet wird.

Sind die Mitarbeiter mit mobilen Geräten ausgestattet und haben eine entsprechende Alleinarbeiterschutzapplikation auf dem Smartphone oder Tablet installiert, lösen programmierbare 3D-Bewegungssensoren für Neigungs-, Aufprall- und Fluchtalarm sowie Bewegungslosigkeit bei einem Unfall oder in einer Gefahrensituation die entsprechend gewählten Alarmmodi eines willensunabhängigen Personen-Notrufs aus. Das Smartphone ‚Smart-Ex 01‘, das Tablet ‚Tab-Ex 01‘ oder das Ex-Handy mit LWP setzen daraufhin automatisch einen Notruf ab. Der Notruf kann an bis zu fünf verschiedene Empfänger und jede Art von Telefon erfolgen. Zeitgleich wird automatisch eine Sprachverbindung zu einem definierten Notruf-Empfängertelefon hergestellt. Dadurch kann festgestellt werden, ob der verletzte Mitarbeiter noch ansprechbar ist beziehungsweise welcher Art die Verletzungen sind. Eine SMS enthält dabei die GPS-Koordinaten, damit der Notruf-Empfänger selbstständig die Rettungskette einleiten und weitere Maßnahmen zur Bergung des Mitarbeiters koordinieren kann.

Features der Lone Worker Protection Bildquelle: © Quelle: Computer&AUTOMATION, Bild: Ecom Instruments

Ein umfassendes Alleinarbeiterschutzsystem besteht aus Personen-Notsignal-Endgeräten PNG (Mobiltelefon, Funkgerät), Personen-Notsignal-System PNS (Software auf Server) und einer Verbindung zwischen den PNS und PNG (Telefon oder Funknetzwerk). Für Alleinarbeiterschutzlösungen ist es entsprechend wichtig, dass mobile Geräte ohne Probleme in Cloud-Server-Systeme integrierbar sind. Der ‚System Mode‘, die Kombination aus Endgerät und serverbasierender Software, stellt zu der Grundfunktion eines Anrufes bei einer Leitstelle noch weitere Zusatzfunktionen zur Verfügung wie Dokumentation der Alarme, Anzeige der im Alarmfall aktiven Sensoren, Geozonen-Übersicht, angemeldete Mitarbeiter und Kopplung mit Push-to-Talk-Systemen, die über einen Server realisiert werden. Der Anwender erhält entsprechend Zugang zu einem Cloud-System, auf das er sich über einen PC-Arbeitsplatz aufschalten kann. Smartphone, Tablet oder Featurephone wiederum setzen automatisch einen Alarm an eine interne Leitstelle oder an einen externen Sicherheitsdienst ab. Zusätzlich zur Koordinatenübertragung wird der Unfallort in einer separaten Geländekarte visualisiert. Damit ist sofort erkennbar, wo sich der Mitarbeiter befindet. Im System- Mode ist die Bearbeitung (Organisation und Koordination) des Notrufs sichergestellt und dokumentiert.