Smart Electronic Factory

Cloud und IoT in der Praxis

Industrial Cloud Technologien
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Entscheidend für eine Industrie 4.0 Lösung sind Technologien wie Cloud, Edge Computing, Data-Analytics und maschinelles Lernen. – So die Überzeugung des Vereins Smart Electronic Factory. Vereinsmitglieder präsentieren erste Best-Practice-Beispiele.

Unternehmen den Weg in die vierte industrielle Revolution zu ebnen, das hat sich der Verein SEF Smart Electronic Factory e.V. auf die Fahnen geschrieben. Seit seiner Gründung im Jahr 2015 entwickelt der Verein in seiner Smart Electronic Factory - eine Elektronikfabrik in Limburg a. d. Lahn - Industrie 4.0-Szenarien und -Anwendungen unter realen Produktionsbedingungen mit Fokus auf die Anforderungen des Mittelstandes.

»Industrie 4.0 ist ein weites Feld und die handelnden Personen, besonders in mittelständischen Unternehmen, sind mit vielen Fragen konfrontiert. Mit welchen Digitalisierungsmaßnahmen sollte begonnen werden? Rentieren sich diese überhaupt? Wie weit soll eine digitale Transformation im Untenehmen gehen? Hier fehlen oft Erfahrungswerte. Wir möchten diesen Untenehmen zeigen, wie sie schrittweise digitalisierte Prozesse und den digitalen Wandel umsetzen können, und damit auch einen schnellen Return On Invest erzielen«, erklärt Maria Christina Bienek, Geschäftsführerin des Vereins.

Die Schwerpunkte der Mitglieder

Die Mitglieder-Firmen verfolgen dabei unterschiedliche Schwerpunkte:

Limtronik und Micronex etwa setzen auf eine digitalisierte Produktion, mittels der Verknüpfung klassischer Automatisie­rungstechnik mit Anwendungen in der Cloud – etwa einer Analyse-App für Fehler oder drohende Ausfälle. Neben der Prozessoptimierung legt Limtronik bei seinen Digitalisierungsmaßnahmen einen weiteren Schwerpunkt auf Datenerhebung, -sortierung und -analyse sowie die Weiterverarbeitung für wertschöpfende Geschäftsmodelle.

»Gerade im Mittelstand ist es essenziell, bei der Umsetzung von Digitalisierungsprojekten sowohl den Return On Invest als auch Umweltziele zu beachten«, sagt Maria Christina Bienek. Micronex beleuchtet deshalb ökonomische und ökologische Faktoren in der Industrie 4.0. Das Unternehmen informiert unter anderem über die Umsetzung der papierlosen Fertigung im Produktionsbetrieb sowie die Nutzung von Datencubes und zeigt so, wie Umwelt- und Ressourcenschonung in der Praxis funktioniert.

Auf Energieeffizienz legt das SEF-Mitglied GFT Integrated Systems seinen Fokus. Das Unternehmen unterstützt mit Lösungen zum Energie- und Shopfloor-Management sowie Green Technology. Dabei kommt unter anderem die Cloud-fähige IIoT-Plattform Sphinx Open Online zum Einsatz. Mit ihr lassen sich Optimierungspotenziale sowohl für die Produktion als auch im Energiemanagement identifizieren und ausschöpfen. Die Experten des Unternehmens zeigen auf der Messe im Zusammenspiel mit weiteren Partnerständen Cloud Use Cases für ein individuelles und kostenoptimiertes Retrofitting und die darauf aufbauenden Möglichkeiten eines Energeimangements zur Reduktion von Lastspitzen, CO² sowie die damit verbundenen Kosten in der Produktion.

Im Zuge der Digitalisierung halten zunehmend Cloud- und Edge-Technologien Einzug in die Fabriken. Das Mitglied German Edge Cloud stellt in den Mittelpunkt, wie sich durch Edge-Lösungen mit Cloud-Anbindung effizient der Digitalisierungsgrad in der Fabrik erhöhen lässt und gleichzeitig die Kontrolle über die eigenen Daten gegeben ist. Zur Umsetzung kann die modular aufgebaute, industrielle Edge-Cloud-Appliance `Oncite powered by IBM´ – sprich Hardware plus Software in Kombination mit Komponenten aus den IBM Cloudpaks – mit sicherer Cloud-Anbindung dienen. Auf der offenen Plattform lassen sich  bestehende Applikationen betreiben und mit neuen Anwendungen kombinieren. Dank standardisierter Module und Managed Services lässt sich die Digitalisierung einfach schrittweise umsetzen.

Da mit der Industrie 4.0 auch zahlreiche neuartige Technologien entstehen, empfiehlt die Dualis IT Solution, diese vor ihrem Praxiseinsatz detailgetreu zu testen. Dabei unterstützen etwa Digital Twin-Anwend­ungen. Mit ihnen lassen sich zum einen Maschinen, Gebäude oder Anlagen visuell nachbilden, zum anderen können so reale Abläufe und Pro­zesse visuell bes­ser verstanden und optimiert werden. Dualis bietet die Möglichkeit, mit einer 3D-Simulationsplattform digitale Zwillinge zu erstellen, zu ver­walten und zu nutzen. Zu sehen ist auf dem Messestand, wie sich mit der 3D-Simulationslösung Plan­ungs­prozesse, Konstruk­tion, virtuelle Inbetriebnahme und Wartung in der Fabrik unterstützen lassen.


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