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Artikel und Hintergründe zum Thema

ifm electronic

Margarita Krüger | Redaktion: Inka Krischke,

Digitale Intelligenz trifft Produktion

Wie sieht eine moderne Produktion aus, wenn Sensorik, Cloud und IIoT nahtlos zusammenspielen? Ein Blick hinter die Kulissen von ifm zeigt, wie die Unternehmensgruppe die eigene IIoT-Plattform 'moneo' nicht nur entwickelt, sondern auch konsequent in der eigenen Fertigung einsetzt.

© ifm electronic

Seit 2019 hat sich ifm vom klassischen Sensorhersteller zu einem ganzheitlichen Anbieter intelligenter Automatisierungslösungen gewandelt. Ein zentraler Meilenstein war die Entwicklung und Markteinführung der IIoT-Plattform 'moneo', die Sensordaten in verwertbare Informationen verwandelt und datenbasierte Prozesse effizienter, transparenter und nachhaltiger gestaltet. Die Cloud spielt dabei eine Schlüsselrolle als Basis für skalierbare, vernetzte Anwendungen.

Praxis statt Theorie

Bevor Produkte an Kunden ausgeliefert werden, durchlaufen sie bei ifm einen intensiven internen Einsatz. Das gilt für Hardware ebenso wie für Software. moneo wird bereits an mehreren Produktionsstandorten aktiv zur Qualitätssicherung sowie zur Optimierung der eigenen Performance genutzt. Ein spezialisiertes Team am Standort Bodensee betreut die Applikationen und unterstützt die Integration weiterer Lösungen weltweit.

Beispiele aus der eigenen Produktion

Damit Maschinen und Anlagen zuverlässig funktionieren, ist die ständige Kontrolle ein entscheidender Faktor. Hierfür erfassen Sensoren kontinuierlich Daten direkt an den Maschinen und übertragen sie über eigens entwickelte Konnektoren an die IIoT-Plattform moneo. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Beispielsweise lässt sich das Kühlwasser überwachen, indem Sensoren Temperatur und Durchfluss permanent messen. In Serverräumen schützt die Kontrolle von Temperatur und Luftfeuchtigkeit nicht nur die Technik, sondern beugt auch Gefahren wie Bränden vor. Luftfilter spielen eine wichtige Rolle in der Produktion: Sie sorgen dafür, dass Staub entfernt wird, die Produktqualität hoch bleibt und gleichzeitig die Gesundheit der Mitarbeitenden gesichert ist. Stückzähler liefern wertvolle Informationen, etwa indem sie die Zahl der Hübe dokumentieren oder Gut- und Schlechtteile zuverlässig voneinander trennen. Auf diese Weise können Verschleißteile rechtzeitig und nicht erst zu spät ersetzt werden.

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Screenshot aus 'moneo' © ifm electronic

Darüber hinaus hilft moneo, Materialien und Ressourcen intelligent zu steuern und unnötige Kontrollgänge zu vermeiden. Pufferregale melden automatisch, wenn Nachschub für die gelagerten Produkte benötigt wird. Flüssigkeiten wie Gießharz werden kontinuierlich überwacht und auch die notwendige Akklimatisationszeit fließt in die Planung mit ein. Die benötigte Menge an Gießharz wird automatisch bestellt und zur richtigen Zeit geliefert. Hierfür sorgt der 'moneo LifetimeEstimator', eine auf Künstlicher Intelligenz basierende Lösung, die als Add-On zum 'moneo IIoT Core' erhältlich ist. Auch die Ortung der Bauteile im Prozess bis hin zur Überwachung von Mehrweg-Ladungsträgern ist möglich. Diese Überwachung zahlt sich besonders bei Druckluft aus, denn schon kleinste, oft unbemerkte Leckagen können enorme Kosten verursachen; mit moneo lassen sie sich frühzeitig erkennen beziehungsweise vermeiden.

Infrastruktur und Energie intelligent steuern

Neben der Produktion selbst optimiert moneo auch das Gebäudemanagement am Standort Siegen – dem 'Summit'. Heizung und Kühlung werden rund um die Uhr verlässlich überwacht, Energieressourcen werden durch intelligente Rückgewinnungsprozesse optimal eingesetzt. So entsteht ein reibungsloser, sicherer und effizienter Betrieb von der Fertigung bis zur Infrastruktur.

Service neu definiert

Die Autorin: Margarita Krüger ist bei ifm im Produktmanagement Marketing/ Projekte tätig. © ifm electronic

Ein weiterer Schritt in Richtung digitale Zukunft ist 'moneo remoteConnect'. Die Softwarelösung ist Bestandteil vom 'moneo IIoT Core' und ermöglicht den sicheren und ortsunabhängigen Fernzugriff auf Maschinen. Am Standort Kressbronn testet ifm die Anwendung bereits an einer Anlage. Externe Partner erhalten bei Bedarf Zugriff auf eine Maschine und können sofort reagieren, ohne dass sie zu einem Einsatz vor Ort sein müssen. In den kommenden Monaten sollen über 1600 Maschinen angebunden werden.

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