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Amateur Teleprinting over Radio

(Amtor) Ein fehlerkorrigierendes Fernschreibverfahren für den Amateurfunk, das der CCIR-Empfehlung 476-2 entspricht. Die Übertragungsrate beträgt 100 Baud, die Sendeart auf Kurzwelle ist F1B. A. war das erste ARQ-Verfahren (automatic request, automatische Rückfrage) im Amateurfunk. Entwickelt haben es die Funkamateure J. P. Martinez, G3PLX, und D. Wicks, G3YYD. Ausgangsbasis war das im kommerziellen Seefunkverkehr benutzen Verfahren Sitor. A. kennt drei Betriebsmodi: Im Mode A sind Zeichenblöcke der zu übertragenden Nachricht so codiert, dass sich empfangsseitig durch Auszählen feststellen lässt, ob Übertragungsfehler vorliegen. Nach Empfang eines Blocks fordert der Empfänger im Duplex-Verfahren bei erkannter Fehlerfreiheit den nächsten Block an oder er fordert nach fehlerhaftem Empfang zur Wiederholung des letzten Blocks auf. Mode B nutzt forward error correction. Der Sender überträgt jeden Block zweimal. Der Empfänger vergleicht beide Blöcke und stellt dadurch fest, ob der Block fehlerhaft oder mit großer Wahrscheinlichkeit fehlerfrei ist. Eine Rückfrage findet nicht statt. Im Mode L – hier steht das L für Listener (Hörer) – gestattet einer außen stehenden Station die Identifizierung der Rufzeichen. S.a. Amtor-Code.