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Konfliktfähige Meetings

Kontroverse Entscheidungen treffen

11. Mai 2021, 10:09 Uhr   |  Kirsten Dierolf

Kontroverse Entscheidungen treffen
© Pixabay / CC0

Manche Meetings führen zu erbitterten Diskussionen. Dann gilt es, Entscheidungen zu treffen, ohne Befindlichkeiten zu wecken.

Kontroverse Diskussionen führen zu Entscheidungen, mit denen nicht jeder Teilnehmer übereinstimmt. Wie Sie trotzdem Entscheidungen fällen, die gut durchdacht sind und kaum Befindlichkeiten wecken, das lesen Sie hier.

Sie fürchten sich vor der Besprechung: Sie wissen, dass das zu behandelnde Thema sehr kontrovers ist. Sie haben mit ein paar Leuten im Team gesprochen und es kursieren zwei oder mehr Vorschläge, die sich gegenseitig ausschließen. Außerdem vertreten die Meeting-Teilnehmer mit Leidenschaft ihre Positionen. Ihnen stehen ein paar ungemütliche Stunden bevor, in denen mindestens die Hälfte der Gruppe enttäuscht sein wird. Hier sind ein paar Hinweise für einen Prozess, der Ihnen hilft, zu einer Lösung zu kommen, die gut durchdacht ist, so viel Zustimmung wie möglich erhält und darauf hinwirkt, dass am Schluss so wenig wie möglich Beteiligte beleidigt sind.

Vorbereitung auf konfliktfähige Meetings

Als Coach werde ich oft gebeten, Meetings dieser Art zu moderieren: Vorstandssitzungen, Meetings zwischen zwei Abteilungen, Kunden-Meetings, Lieferanten-Meetings, Strategie-Meetings und so weiter. Bei solchen konfliktfähigen Meetings empfehle ich, einen neutralen Moderator oder eine Person zu besorgen, der überzeugend neutral oder ‚mehrparteilich‘ agieren kann.

Bevor Sie das Meeting starten, sollten Sie dessen Rahmen klären:

  • Was ist festgelegt?
  • Was kann geändert werden?
  • Was ist der Rahmen des Meetings?
  • Wer muss teilnehmen?

Ich empfehle, so wenig Leute wie möglich einzubeziehen. Anwesend sein sollten auf jeden Fall aber Vertreter und Vertreterinnen derjenigen, die die Entscheidung umsetzen müssen oder von ihr wesentlich berührt werden, sowie Personen, die Entscheidungen treffen und Leute mit Spezialwissen. Zu viele Personen einzubeziehen, führt zu Chaos in den Arbeitsgruppen – alles wurde gesagt, aber nicht von jedem. Zu wenige Personen einzubeziehen führt dazu, dass relevante Informationen nicht verfügbar sind.

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1. Kontroverse Entscheidungen treffen
2. Ablauf einer erfolgreichen Besprechung
3. Nach der Pause – Entscheidungen treffen

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