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Hays Fachkräfteindex

Die Nachfrage nach Ingenieuren steigt wieder

02. Februar 2021, 10:31 Uhr   |  Corinne Schindlbeck

Die Nachfrage nach Ingenieuren steigt wieder
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Laut Hays-Fachkräfte-Index Engineering war das 4. Quartal 2020 das bislang beste Quartal während der Corona-Pandemie. Es liegt es auf dem Niveau des Vorjahresquartals bzw. des Jahres 2017. Wie sehen die Zahlen im Einzelnen aus?

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Der Hays-Fachkräfte-Index Engineering ist im 4. Quartal 2020 gegenüber dem Vorquartal um 11 Punkte auf einen Wert von 111 gestiegen. Es war damit das bislang beste Quartal während der Corona-Pandemie und liegt auf dem Niveau des Vorjahresquartals bzw. des Jahres 2017. Trotz dieser Zunahme des Index stieg die Nachfrage nicht bei allen Positionen im 4. Quartal 2020 gegenüber dem Vorquartal.

Der Index-Wert für Betriebsingenieure sank leicht (um – 6 Punkte auf 109), der für Entwicklungsingenieure im Bereich Automotive (+ 1 Punkt auf 32) und Entwicklungsingenieure der Antriebstechnik (+ 4 Punkte auf 30) legte kaum zu. Gerade die absoluten Werte der beiden letztgenannten Positionen zeigen auch, dass die Automobilbranche mitten im Umbruch steckt und deutlich unter Ertragsdruck steht. Am stärksten wuchs die Nachfrage nach Entwicklungsingenieuren im Bereich Elektronik/Elektrotechnik (+ 22 Punkte auf 72), gefolgt von Automatisierungsingenieuren (+ 19 Punkte auf 122).

Fast alle analysierten Branchen haben im 4. Quartal 2020 mehr Ingenieure gesucht als im Vorquartal. Einzige Ausnahme war die öffentliche Verwaltung (– 2 Punkte), deren Index-Wert mit 224 allerdings weiterhin sehr hoch ist. Am stärksten stieg die Nachfrage in der IT-Branche (+ 66 auf 239) und im Baugewerbe (+ 19 Punkte auf 213). Umsätze und Auftragslage beider Branchen überstanden die Corona-Pandemie bislang im Vergleich zu anderen Wirtschaftsbereichen relativ unbeschadet.

Gegenüber dem Vorjahresquartal entwickelte sich die Zahl der Ingenieurs-Stellenangebote im 4. Quartal 2020 uneinheitlich. Die stärksten Zuwächse gab es bei Bauingenieuren (+ 41 Punkte), Planungsingenieuren (+ 25 Punkte auf 165) und Chemie-Ingenieuren (+ 15 Punkte auf 98). Die stärksten Rückgänge traten auf bei Entwicklungsingenieuren im Bereich Automotive (– 40 Punkte), bei Automatisierungsingenieuren (– 27 Punkte auf 122), bei Entwicklungsingenieuren der Antriebstechnik (– 25 Punkte) und bei Berechnungsingenieuren (– 24 Punkte auf 38).

Sehr heterogen entwickelten sich die Branchen gegenüber dem Vorjahresquartal. Die Extreme sind einerseits die IT-Branche (+ 97 Punkte), das Baugewerbe (+ 33 Punkte) und die öffentliche Verwaltung (+ 31 Punkte), andererseits die Automobilindustrie (– 16 Punkte auf 32), Architektur- und Ingenieurbüros (– 13 Punkte auf 93) und der Maschinenbau (– 11 Punkte auf 60). Gerade dem Maschinenbau fehlt durch die schwächelnde Automobilbranche eines seiner maßgeblichen Zugpferde.

Der Hays-Fachkräfte-Index basiert auf einer quartalsweisen Auswertung der index Internet und Mediaforschung GmbH für Hays. Einbezogen werden Stellenanzeigen der meistfrequentierten Online-Jobbörsen, der Tageszeitungen und des Business-Netzwerks XING. Den Referenzwert von 100 bildet das 1. Quartal 2015. Aus Gründen der vereinfachten Lesbarkeit wird nur die männliche Form verwendet. Sämtliche Positionsbezeichnungen gelten grundsätzlich für alle Geschlechter.

Laut der fachlichen Einschätzung von Simon Alborz, Director Hays, steht vor allem die Automobilindustrie vor einem enormen Veränderungsdruck. Ein verändertes Konsumverhalten der Bevölkerung, Nachhaltigkeitsüberlegungen bei der Kaufentscheidung, der Sharing-Trend aber auch der prognostizierbare Boom alternativer Antriebstechnologien spielen hier unter anderem eine Rolle.

Wo etablierte Antriebstechnologien auf immer neue Alternativen träfen, sei eine hohe Weiterbildungsbereitschaft der Beschäftigten gefragt, um mit den sich schnell ändernden Kompetenzanforderungen Schritt zu halten. Antriebsingenieure, die regelmäßig Möglichkeiten für Training und Weiterbildung wahrnehmen hätten durchaus attraktive Perspektiven: Innerhalb der Automobil-Industrie mit neuen Tätigkeitsschwerpunkten oder auch in verwandten Branchen  wie Gebäudetechnik, Rail, Aviation oder Nautik.

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