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VDI-Leitfaden zum Download: VDI definiert gute Ingenieurdienstleistungen

Durch Fachkräfte-Engpässe können Unternehmen ihren Bedarf an hochqualifiziertem Personal oft nicht aus eigener Hand decken. Die Nachfrage nach externen Ingenieuren steigt. Anhand eines Leitfadens des VDI können Unternehmen und Arbeitnehmer Ingenieurdienstleister bewerten. Computer&AUTOMATION stellt ihn zum Download bereit.

Arbeit für einen Ingenieurdienstleister Bildquelle: © Thomas Ernsting / LAIF

Die Arbeit für einen Ingenieurdienstleister ist laut dem VDI für viele Ingenieure eine Alternative zur Festanstellung geworden. Sie bietet die Chance, vielfältige Projekterfahrungen zu sammeln und sich in verschiedenen Bereichen zu spezialisieren.

In der öffentlichen Diskussion um Zeitarbeit sind Ingenieurdienstleistungen zurzeit präsent: Auf der einen Seite sind sie laut dem VDI hochgelobt für Flexibilität und als probates Mittel, um Fachkräfte-Engpässen zu begegnen und Elternzeiten oder längere Krankheitszeiten eigener Mitarbeiter zu überbrücken. Zudem bietet die Arbeitnehmerüberlassung im Ingenieurbereich Unternehmen die Möglichkeit, für Projekte Spezialwissen 'von außen' einzukaufen und flexibel auf kurzfristigen Personalbedarf zu reagieren. Auf der anderen Seite stehen die Verleiher öffentlich in Kritik, Lohndumping zu betreiben und schlechte Arbeitsbedingungen für Ingenieure zu bieten.

Der VDI bekräftigt, dass die Bedingungen, unter denen Ingenieure für einen Ingenieursdienstleister arbeiten, stimmen müssen. Aus diesem Grund hat der Verband einen Leitfaden zur Bewertung von Ingenieurdienstleistern [1] formuliert. Anhand verschiedenartiger Kriterien - wie die Vertragsgestaltung mit dem Dienstleister, Weiterbildungsoptionen oder Vergütung - soll er sowohl Unternehmen als auch Arbeitnehmern eine subjektive Bewertung von Ingenieurdienstleistungen ermöglichen.

Zudem ist dem Verband wichtig, darzustellen, dass eine gute Ingenieurdienstleistung eine ebenbürtige Form der Beschäftigung für Ingenieure sein kann. Zu diesem Zweck grenzt der VDI in einem separaten Dokument [2] zunächst die Ingenieursdienstleistungen von anderen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen für Ingenieure ab. In einem zweiten Schritt zeigt er die Unterschiede zwischen gewerblicher Zeitarbeit im geringqualifizierten Bereich und einer wissensgetriebenen Ingenieurdienstleistung auf. Letztere zeichne sich, so der Verband, vor allem durch Wissenstransfer und nicht durch reine Gewinnmaximierung aus.