Sie sind hier: HomeKarriere

News und Fachartikel aus den Bereichen Arbeitswelt, Gehalt, Uni & Job, Weiterbildung

Bitkom-Umfrage: Aufwind für Arbeiten im Homeoffice

Fortsetzung des Artikels von Teil 2.

Gründe gegen Homeoffice

Gegen Homeoffice entscheiden sich Unternehmen aus verschiedenen Gründen. Zwei Drittel der Unternehmen (65 %), deren Mitarbeiter nicht im Homeoffice arbeiten, geben an, dass Homeoffice nicht für alle Mitarbeiter möglich sei und niemand ungleich behandelt werden dürfe. Mehr als die Hälfte (58 %) meint, dass ohne direkten Austausch mit Kollegen die Produktivität sinke. Und fast ebenso viele (55 %) sagen, dass Homeoffice generell nicht vorgesehen sei. Für gut jedes dritte Unternehmen spricht gegen flexible Heimarbeit, dass die Mitarbeiter nicht jederzeit ansprechbar seien (33 %), knapp drei von zehn sagen, die Arbeitszeit sei nicht zu kontrollieren (29 %). Für jedes vierte Unternehmen (27 %) sprechen die gesetzlichen Regelungen zum Arbeitsschutz gegen Homeoffice. Weitere Gründe sind Sorgen um die Datensicherheit (22 %), eine zu teure technische Ausstattung (16 %) und die Furcht um eine abnehmende Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen (9 %).

Der Bitkom setzt sich dafür ein, die gesetzlichen Vorgaben zu modernisieren und ans digitale Zeitalter anzupassen. ‘Der selbstbestimmten Arbeitszeitgestaltung stehen gesetzliche Hürden wie der starre Acht-Stunden-Arbeitstag und die elfstündige Mindestruhezeit entgegen. Wer spätabends noch mal die Dienstmails checkt und am nächsten Morgen wieder am Arbeitsplatz ist, verstößt gegen die Gesetze’, sagt Rohleder. ‘Das Arbeitsrecht ist in diesen Punkten nicht mehr zeitgemäß und setzt Arbeitnehmer massenhaft ins Unrecht. Es ist höchste Zeit, diese aus der Zeit gefallenen Regeln zu ändern.’