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VDMA / Arbeitsmarkt: Maschinenbau schafft 32.000 neue Stellen

Trotz Engpässen am Arbeitsmarkt verzeichnet der VDMA im April 2018 rund 32.000 mehr Beschäftigte im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland als noch im Jahr zuvor. Laut dem Verband wird der Zuwachs für den Produktionsbedarf nicht ausreichen.

Ingenieure bei der Inbetriebnahme von Robotern_Fotolia, Herrndorff Bildquelle: © Fotolia, Herrndorf

Dieser Beschäftigungsaufbau ist laut VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralf Wiecher “bemerkenswert” Er ist “trotz aller Schwierigkeiten, am Arbeitsmarkt genug qualifiziertes Personal zu finden, gelungen“, so Wiechers. „Doch er reicht offenbar nicht, um die eigentlich benötigte Ausweitung der Produktion realisieren zu können.“ Denn ebenfalls im April klagten mehr als ein Drittel der Unternehmen im Maschinenbau über Produktionsbehinderungen, die durch einen Mangel an Arbeitskräften verursacht wurden. „Das ist deutlich mehr als in früheren vergleichbaren Aufschwungphasen“, warnt Wiechers. Insgesamt zählt der Maschinenbau in Deutschland mehr als 1,3 Mio. Erwerbstätige, davon über 1 Mio. Beschäftigte in Betrieben mit mehr als 50 Mitarbeitern (Stand April 2018) und ist damit größter industrieller Arbeitgeber im Land.

Die Produktion konnte im Zeitraum von Januar bis April im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um real 4,2 % ausgeweitet werden. „Das ist eine starke Leistung, denn auch andere Produktionsengpässe begrenzen das Wachstum“, betont der Chefvolkswirt. Im April beklagten 29 % der Unternehmen einen Mangel an Material für die Produktion. In 10 % der Unternehmen begrenzt ein zu kleiner Maschinenpark die Produktion. „Gerade die Politik hat es in der Hand, dass sich diese offensichtlichen Bedarfe in Investitionen umsetzen. Statt die Investoren ständig zu verunsichern muss sie ihrer Verantwortung für das Setzen guter Rahmenbedingungen gerecht werden“, fordert Wiechers.