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Arbeitsmarkt Sensorik und Messtechnik: Angebot an offenen Stellen wächst

Fortsetzung des Artikels von Teil 2.

Arbeitgeber auf dem Land im Nachteil

Bosch und Festo haben nicht zuletzt wegen solcher Innovationen als Arbeitgeber einen Namen. Für konkurrierende Hidden Champions jedoch schwindet die Anziehungskraft auf Bewerber mit jedem Kilometer weg von den Metropolen.

Young Professionals entdecken die Vorzüge mittelständischer Arbeitgeber erst, wenn Themen wie Familiengründung und Hausbau auf dem Plan stehen, denn dann locken gute Luft und die niedrigeren Grundstückspreise für das Häuschen auf dem Land.

Daher ist es ein Schritt in die richtige Richtung, was einige Maschinenbauer zusammen mit dem Landkreis Freudenstadt und der Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald (IHK) auf die Beine gestellt haben: Sie gründeten einen Verein, der den Aufbau einer Hochschul- und Forschungseinrichtung als Außencampus der Universität Stuttgart zum Ziel hatte.

Seit kurzem bietet der neue Campus Schwarzwald erste Vorlesungen  für Maschinenbau-Masterstudiengänge an, die inhaltlich die Themen rund um die Digitalisierung der Produktion abdecken: Wissen über Datenanfall, Datenebenen und die wirtschaftliche Nutzung von Daten in Bezug auf die Produktion wird an Beispielen der am Campus beteiligten Firmen erläutert, darunter Homag, Arburg, Schmalz oder Fischer.

Eine Exkursion zu dem Mitgliedsunternehmen ermöglicht den Studenten Einblicke in die Praxis der Hochschulpartner und potenziellen Arbeitgeber. Nebeneffekt: Wo man das Studentenleben genossen und Arbeitgeber bereits von innen kennengelernt hat, fällt die Entscheidung, zu bleiben, leichter. 

Renate Keinath, die für Personal zuständige geschäftsführende Gesellschafterin des Maschinenbauers Arburg zeigt sich zufrieden: “Natürlich steckt noch sehr viel Arbeit im Detail: Aber, wenn es der Campus Schwarzwald richtig macht, schlägt hier bei uns in Zukunft das Herz der Digitalisierung im Maschinenbau.”  Das Ziel aller Beteiligten: zu zeigen, dass die Urlaubsregion Nordschwarzwald nicht nur ein lohnendes Ziel für Studierende, sondern auch für die Fachkräfte von Morgen ist.