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Arbeitsmarkt Sensorik und Messtechnik: Angebot an offenen Stellen wächst

Fortsetzung des Artikels von Teil 1.

Zukunftsträchtiges Einsatzfeld: ‘Predictive Maintenance’

Ein zukunftsträchtiges Einsatzfeld für Sensorik-Spezialisten ist etwa ‘Predictive Maintenance’: der sensorbasierte Dauer-Fitness-Check für Maschinen- und Anlagen, um Fehler frühzeitig zu entdecken und um teure Produktionsausfälle zu vermeiden. Dabei behalten Sensor-Systeme den Zustand von Maschinen pausenlos im Auge, stellen Diagnosen und kündigen an, wann ein Ersatzteil ausgetauscht werden muss.

Auf der Hannover Messe 2017 hat ein Forscherteam von der Universität des Saarlandes das Früherkennungs-Programm vorgestellt. Das Prinzip: Intelligente Sensoren sammeln permanent verschiedenste Messdaten aus dem Inneren der Geräte und vergleichen die Datenmuster mit Normwerten. Weichen die Muster ab, informiert das System sofort und meldet, was dagegen zu tun ist. Schon kleinste Veränderungen werden von den Sensoren erfasst und selbstständig Schadensabläufen zugeordnet.

Das funktioniert, weil sich Signalmuster – etwa die Frequenz von Schwingungen – bei typischen Schadens- und Fehlerzuständen verändern. Die Muster Tausender von Messdaten haben die Forscher untersucht und kategorisiert, um Schäden oder Verschleiß in Form von Abweichungen selbst zu erkennen. Eine externe Auswerteeinheit braucht es nicht mehr, das System wertet sich selbst aus. 

Die Saar-Uni hat dazu unter anderem mit Bosch Rexroth und Festo zusammen gearbeitet. Bei Bosch Rexroth sollen die Sensoren den Zustand von Werkzeugmaschinen beobachten, bei Festo werden Linearantriebe wie elektromechanische Spindelachsen oder Elektrozylinder geprüft.