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Arbeitsmarkt Sensorik und Messtechnik: Angebot an offenen Stellen wächst

Sensoren und Sensorsysteme sind Schlüsseltechnologien für die Digitalisierung, das Angebot an offenen Stellen wächst. Doch die stark mittelständisch geprägte Branche sitzt oft in der Region und tut sich schwer, Ingenieure zu gewinnen.

Autonomes Fahrzeug Bildquelle: © Shutterstock, Andrey Suslov

Mit Abstand am häufigsten werden Sensorik-Experten in der Automobil- und Automobilzulieferindustrie gesucht. Eines der Zugpferde ist das autonome Fahren.

Das Branchensegment Sensorik und Messtechnik bietet zahlreiche berufliche Möglichkeiten und interessante Jobs für Ingenieure und Techniker. Von der Entwicklung und Qualifizierung der Messgeräte und Sensoren, über das Projektmanagement bis hin zum Vertrieb und Marketing der fertigen Produkte. Die Anzahl verbauter Sensoren wird in Zukunft weiter steigen, der AMA Verband für Sensorik und Messtechnik prognostiziert für die Branche  goldene Zeiten. Umsatz und Investitionen steigen seit Jahren, was mit einem erhöhten Personalbedarf und neuen Jobs einher geht.

Neuesten Zahlen von Joblift zufolge ist der Arbeitsmarkt für Sensorik und Messtechnik in den vergangenen zwölf Monaten um 119.171 neue Stellen gewachsen - eine Steigerung um 5 %. Die meisten Stellen waren dabei in Baden-Württemberg (25 %) und Bayern (24 %) ausgeschrieben, die beide damit jeweils rund ein Viertel des Gesamtarbeitsmarktes abdecken, gefolgt mit etwas Abstand von Nordrhein-Westfalen mit 11 %.

Die Top-Standorte für Jobs im Zusammenhang mit Sensorik sind München, Stuttgart und Berlin, 46 Tage lang ist ein Stellenangebot im Schnitt online. Der Master wird in fast der Hälfte gewünscht, der Bachelor nur in 13 % der Stellenanzeigen. Eine Berufsausbildung reicht den Unternehmen in 29 %.

Die Auswertung zeigt, in welchen Bereichen Sensorik-Spezialisten gesucht sind, nämlich mit Abstand am häufigsten in der Automobil- und Automobilzulieferindustrie, die Zugpferde sind autonomes Fahren oder elektrische Antriebssysteme. Sensorik-Spezialisten werden aber auch für Medizintechnik oder Mechatronik, etwa Robotik, gesucht. Dabei haben die Großen wie Continental, Bosch, Sick oder Valeo in der Gunst der Ingenieure und Fachkräfte die Nase vorn, da sie nicht nur bekannter sind, besser bezahlen und oft tarifgebunden sind, sondern auch in den Ballungsräumen sitzen und nicht im Nordschwarzwald oder Nordostbayern.

Dabei ist die Sensorik-Branche aber zu einem Großteil klein- und mittelständisch geprägt: 23 % der ausschreibenden Unternehmen beschäftigt weniger als 50 Mitarbeiter, 16 % bis 200 und weitere 15 % bis 1000 Mitarbeiter. Die andere knappe Hälfte der Gesuche (46 %) stammt aus Unternehmen mit über 1000 Mitarbeitern. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der Meta-Suchmaschine Joblift.