VDI-/IW-Ingenieurmonitor

Arbeitslosigkeit bei Ingenieuren auf Rekordtief


Fortsetzung des Artikels von Teil 2

Stärkste Nachfrage in Berlin / Brandenburg

Bereits im vorangegangenen Quartal hat die Zahl der Arbeitslosen in Ingenieurberufen ein Rekordtief seit Beginn der Aufzeichnungen in der Klassifikation der Berufe 2010 der Bundesagentur für Arbeit erreicht. Im zweiten Quartal 2018 setzte sich der Trend der sinkenden Arbeitslosenzahlen weiter fort. Im Monatsdurchschnitt suchten 30.804 Personen eine Beschäftigung in einem Ingenieurberuf, wovon 23.105 auf die acht Ingenieurberufskategorien und 7.699 auf Informatikberufe entfielen. Verglichen zum Vorjahresquartal sank die Zahl der arbeitslos Gemeldeten damit um 8,7 %. In einigen Regionen und Berufskategorien hat dies zu Folge, dass das Arbeitskräfteangebot in Form von arbeitslos Gemeldeten bereits stark erschöpft ist.

In sämtlichen regionalen Arbeitsmärkten ist die Arbeitskräftenachfrage im Ingenieur- und IT-Bereich im Vergleich zum Vorjahresquartal deutlich gestiegen. Den stärksten Anstieg konnte Berlin / Brandenburg verzeichnen, wo die monatsdurchschnittlich gemeldeten offenen Stellen 26 % über dem Vorjahresquartal lagen. Die meisten offenen Stellen waren in den beiden süddeutschen Flächenstaaten sowie in NRW zu beobachten. Alleine Bayern (26.040) und Baden-Württemberg (22.960) vereinten rund 38 % des gesamten Stellenangebots auf sich. In NRW wurden monatsdurchschnittlich 23.210 Vakanzen gezählt, was einem Anstieg um knapp 4 % gegenüber dem Vorjahreswert entspricht.

Wegen der stabilen Wirtschaftslage und positiver Konjunkturerwartungen gehen VDI und IW davon aus, dass die Nachfrage nach Ingenieuren (inklusive Informatikern) in den kommenden Quartalen nicht abnehmenen wird. Der Mittelstandsumfrage der DZ Bank zu Folge bleibt die Investitionsbereitschaft im deutschen Mittelstand grundsätzlich hoch. Im Fokus der geplanten Investitionen stehen gemäß der Umfrageergebnisse Personalmaßnahmen. Demnach plant rund ein Drittel der befragten Unternehmen, in den kommenden drei Jahren das Personal aufzustocken.


  1. Arbeitslosigkeit bei Ingenieuren auf Rekordtief
  2. Hemmschuh für das Unternehmenswachstum
  3. Stärkste Nachfrage in Berlin / Brandenburg

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