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Temperatureffekt adé - eine Frage der Membran

18. Juni 2019, 00:30 Uhr   |  Alexander Hermann

Temperatureffekt adé - eine Frage der Membran
© Bild: Computer&AUTOMATION, Quelle: Endress+Hauser

Druckmittler haben prinzipbedingt eine Schwachstelle, die die Mess-Ergebnisse ungünstig ­beeinflussen kann – die Ölfüllung. Mit Hilfe einer speziellen Membran gewährleisten moderne Geräte dennoch Messsicherheit.

Mögliche Bauformen bei Druckmittlern
© Bild: Computer&AUTOMATION, Quelle: Endress+Hauser

Mögliche Bauformen bei Druckmittlern (von links): Kompaktausführung, Temperaturentkopplung, variable Kapillarlänge.

Druckmittler werden in der Prozessindustrie dann verwendet, wenn herkömmliche Druckmessgeräte an ihre Grenzen stoßen – sei es durch die Notwendigkeit von Sonderbauformen, hohe Temperaturen, schwer zugängliche Einbauorte oder nicht zuletzt Anlagen, in denen starke Vibrationen auftreten. Zudem schützen sie Messgeräte vor den Prozessmedien oder extremen Prozessbedingungen – vor aggressiven, hochviskosen, kristallisierenden oder polymerisierenden Medien. 

Allerdings muss bei der Messstellenauslegung der sogenannte Temperatureffekt beachtet werden, der die Mess-Ergebnisse in bestimmten Fällen beeinflussen kann. Dieser Temperatureffekt tritt aufgrund der Bauweise der Druckmittler auf, deren Inneres mit Öl befüllt wird. Daher gilt: Falls es möglich ist, bei der Auslegung von Druckmessgeräten auf Systeme ohne Druckmittler zurückzugreifen, ist dies zu empfehlen. Eine Alternativ ist beispielsweise die ölfreie und robuste keramische Messzelle, die sich für Prozesstemperaturen bis 150 °C eignet.

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1. Temperatureffekt adé - eine Frage der Membran
2. Technisch herausfordernd
3. Dem Temperatureffekt entgegen­wirken

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