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Auto-Ident-Systeme

Kommunikation auf Basis von OPC UA

13. Oktober 2015, 09:41 Uhr   |  Markus Weinländer

Kommunikation auf Basis von OPC UA
© Siemens

In Sachen Auto-Identifikation mangelt es bislang an einem Standard, der sowohl die diversen Erfassungsgeräte als auch die unterschiedlichen Host-Systeme umfasst. Künftig soll ein auf OPC UA basierender Kommunikationsstandard die Integration von Auto-Ident-Systemen vereinfachen und vereinheitlichen.

Wenn es um die Optimierung von Produktion oder Logistik geht, ist die automatische Identifikation von Objekten aller Art nach wie vor ein wichtiges Thema. In diesem Bereich wird ein starkes Marktwachstum erwartet – die Experten von ARC Advisory etwa sprechen von einer jährlichen Steigerung von 15 % allein für RFID. Aber: Es gibt Hindernisse, die einer breiten Anwendung im Weg stehen. Eins davon ist die aufwendige und umständliche Integration von RFID- oder Code-Lesesystemen in die unterschiedlichen Hintergrundsysteme. So müssen heute schätzungsweise 25 % der Projektkosten für RFID-Services aufgewandt werden, was auch die Integration in IT oder Automatisierung beinhaltet. Einer der Gründe dafür ist, dass ein breit akzeptierter Standard fehlt, der sowohl die verschiedenen Erfassungsgeräte als auch die diversen Host-Systeme – zum Beispiel speicherprogrammierbare Steuerungen oder IT-Systeme – umfasst.

Die daraus resultierenden Nachteile sind immens: Zwar sind die Geräte unterschiedlicher Hersteller für Anwender im Hinblick auf die Code-Erfassung standardisiert – bei der Kommunikation mit der nächsten Systemebene jedoch muss für jedes Gerät ein eigener Treiber realisiert werden. Hat sich ein Anwender für die Komponenten eines Herstellers entschieden, ist es nur mit hohem Aufwand möglich, auch die Komponenten eines anderen Herstellers zu nutzen, die sich beispielsweise für bestimmte Sonderanwendungen besser eignen. Auch der Einsatz unterschiedlicher Auto-Ident-Techniken in hybriden Applikationen – zum Beispiel Barcode und RFID – verursacht erheblichen Zusatzaufwand.

Zudem werden die Systemumgebungen zunehmend heterogen. Waren früher die Auto-Ident-Installationen eher als geschlossene Applikationen zu sehen – zum Beispiel RFID-Reader, die direkt mit einer SPS zur Steuerung einer Fertigungsstraße kommunizieren –, führt der gewünschte übergreifende Einsatz von Auto-Ident zu einer Vielzahl von Systemen, die allesamt Daten aus der Identifikation benötigen. Wird beispielsweise ein Bauteil mit einem Data-Matrix-Code markiert, lassen sich damit die Wareneingangsbuchung, die Qualitätsprüfung des Bauteils, die Verifikation der Code-Qualität, die Steuerung des Materialflusses und der Lagerhaltung sowie Montage und Einbau in ein Produkt steuern. Aber: Für all diese Aufgaben gibt es unterschiedliche Leit- und Steuerungssysteme.

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1. Kommunikation auf Basis von OPC UA
2. Zusammenarbeit zwischen AIM und OPC Foundation
3. Zwei Kommunikationsmechanismen geplant
4. Sicherheitskonzept und Marktdurchdringung

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