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Das Ende der Shaper ...

... und der Siegeszug von TSN plus OPC UA

27. November 2018, 15:30 Uhr   |  Meinrad Happacher


Fortsetzung des Artikels von Teil 5 .

Antworten von Martin Müller, Phoenix Contact

Martin Müller von Phoenix Contact
© Phoenix Contact

Martin Müller von Phoenix Contact

Es antwortet Martin Müller, Vice President der Business Unit I/O and Networks bei Phoenix Contact.

Wann fiel in Ihrem Unternehmen die Entscheidung, dass Sie auf TSN plus OPC UA setzen werden? Werden Sie sich zu dieser technologischen Lösung parallel eine Türe offen halten?

Martin Müller:
Für uns gab es nicht den einzelnen Tag, auf den alles zulief und an dem bei uns im Haus eine Entscheidung für TSN plus OPC UA gefallen ist. Phoenix Contact engagiert sich bereits seit vielen Jahren aktiv in den unterschiedlichen nationalen und internationalen Standardisierungsgremien. Insofern war uns schon relativ früh klar, dass hier Technologien spezifiziert werden, die zusammengenommen das Potenzial haben, sämtliche Anforderungen an die industrielle Kommunikation zu erfüllen und so die Zukunft der Automation nachhaltig zu verändern. Deshalb hat Phoenix Contact frühzeitig damit begonnen, dafür zu werben, dass wir gemeinsam einen einheitlichen internationalen Standard entwickeln und nicht wieder in jeder Feldbus-Organisation eine spezifische Lösung. Wir hoffen, dass auf Basis dieser neuen Technologien ein weiterer ‚Feldbuskrieg‘ vermieden wird. Heute stehen die Chancen dafür so gut wie nie zuvor! Außerdem bekommen wir neben OPC UA plus TSN auch noch mit 5G eine Lösung für die drahtlose Übertragungstechnik sowie mit Single-Pair-Ethernet-Technologien – kurz SPE – respektive Advanced-Physical-Layer-Technologien – kurz APL – zur Anbindung einfacher Feldgeräte beziehungsweise der Prozesstechnik. Deswegen sind wir der Meinung, dass wir keinen Plan B benötigen.

Was stellen Sie auf der SPS IPC Drives 2018 zu dem Thema nun schon vor? 

Martin Müller: Da sich die Technologien derzeit in der Spezifikationsphase befinden, ist es noch nicht möglich fertige Produkte dazu zu zeigen. Nichtsdestotrotz werden wir im Rahmen einer Technologiepräsentation das Gespräch mit unseren Kunden suchen und dabei deren Anforderungen an Technologie, Produkte und den Zeitplan weiter diskutieren.

Wie sieht Ihre Roadmap diesbezüglich für die nächsten Jahre aus?

Martin Müller: Phoenix Contact wird 2019 parallel zu den Spezifikationsarbeiten in den Arbeitsgruppen der OPC Foundation prototypisch Geräte aufbauen und zusammen mit Geräten anderer Partner Systemtests in den Testbeds durchführen. Erste Seriengeräte planen wir für 2020. Hier macht es keinen Sinn, möglichst schnell proprietäre Produkte zu haben, die nur im eigenen System laufen. Der Fokus muss immer auf Multi-Vendor-Lösungen liegen. 

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