Schwerpunkte

Das Ende der Shaper ...

... und der Siegeszug von TSN plus OPC UA

27. November 2018, 15:30 Uhr   |  Meinrad Happacher


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Antworten von Oliver Kleineberg, Belden

Dr. Oliver Kleineberg von Belden
© Belden

Oliver Kleineberg, Global CTO bei Belden

Es antwortet Oliver Kleineberg, Global CTO bei Belden.

Wann fiel in Ihrem Unternehmen die Entscheidung, dass Sie auf TSN plus OPC UA setzen werden? Werden Sie sich zu dieser technologischen Lösung parallel eine Türe offen halten?

Oliver Kleineberg: Für einen Infrastrukturanbieter wie Hirschmann ist die Antwort ganz klar zweigeteilt. Sprich: TSN und OPC UA betrachten wir als einzelne Lösungskomponenten. TSN treiben wir seit 2010 aktiv in der IEEE 802 als einer der ganz frühen Pioniere und haben wesentlich zu dessen Spezifikationen beigetragen. Als Hersteller von Industrial Ethernet Switchen ist uns daran gelegen, das offene Kommunikationsmechanismen verwendet werden und TSN schließt hier eine wesentliche, bislang vorhandene Lücke im Bereich offener, echtzeitfähiger Ethernet-Kommunikation.

OPC UA betrifft in erster Linie die Endgerätehersteller, hat aber auch Auswirkungen auf das Switch Management. Wir werden OPC UA über TSN in vollem Umfang unterstützen. Wir werden aber auch sicherstellen, dass wir allen Anwendern ermöglichen, mit unseren Infrastrukturgeräten bestehende Industrial-Ethernet-Netze mit TSN-Netzwerken zu verbinden und langfristig eine Migration zu ermöglichen

Was stellen Sie auf der SPS IPC Drives 2018 zu dem Thema nun schon vor? 

Oliver Kleineberg: Auf der SPS IPC Drives 2018 zeigen wir eine Reihe von TSN-Neuheiten: Den weltweit ersten Industrial Ethernet Switch Octopus II mit TSN und IP67-Schutzklasse sowie unseren neuen TSN-fähigen, kompakten Switch für die Hutschiene, den Bobcat. 

Mit dem bereits bekannten TSN-fähigen RSPE und dem Octopus II zeigen wir in einer Demo zusammen mit Steuerungen von National Instruments, wie die automatische Netzkonfiguration mit TSN in Zukunft funktioniert und Ressourcen für TSN-Kommunikationsströme bedarfsgerecht provisioniert werden können. Die Konfiguration von TSN kann dabei live auf einer grafischen Instrumententafel beobachtet werden.

Wie sieht Ihre Roadmap diesbezüglich für die nächsten Jahre aus?

Oliver Kleineberg: TSN und OPC UA ist fest in unsere langfristige Produkt-Roadmap integriert. Bei neuen Produkten werden wir darauf achten, zunehmend TSN-fähige Switching Chips zu verwenden. Der Bobcat Switch als Nachfolger der bekannten Hirschmann Railswitch Familie macht hierbei den Anfang. Teilweise werden wir auch mit FPGAs arbeiten, in denen unsere selbst entwickelte TSN-Logik arbeitet. 

Unsere Netzmanagement-Lösungen werden Schritt für Schritt mit umfassenden Features für die TSN-Konfiguration und -Überwachung ausgestattet, denn TSN wird in großen Netzwerken und Anlagen erst mit den richtigen Werkzeugen vollständig nutzbar.

Seite 2 von 7

1. ... und der Siegeszug von TSN plus OPC UA
2. Antworten von Oliver Kleineberg, Belden
3. Antworten von Thomas Brand, Bosch Rexroth
4. Antworten von Stefan Bina, B&R
5. Antworten von Sebastian Hilscher, Hilscher
6. Antworten von Martin Müller, Phoenix Contact
7. Antworten von Georg Kroiss, TTTech Computertechnik

Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenAuf Linkedin teilenVia Mail teilen

Das könnte Sie auch interessieren

Die UNO der Automation

Verwandte Artikel

Belden Deutschland GmbH, Bosch Rexroth AG , HILSCHER Ges. für Systemautomation mbH, Phoenix Contact GmbH & Co KG, TTTech Computertechnik AG, OPC Foundation