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Hewlett Packard Enterprise

Start einer offenen 5G-Plattform

26. März 2020, 11:40 Uhr   |  Meinrad Happacher

Start einer offenen 5G-Plattform
© HMS Networks

Die Robotik ist eine der möglichen Anwendungen für 5G in der Industrie.

Hewlett Packard Enterprise (HPE) bringt mit dem 5G Core Stack eine offene, cloud-native 5G-Kernnetz-Plattform auf den Markt. Vorteil für den Betreiber: Sie soll die Abhängigkeit von Netzausrüstern vermeiden.

Die Plattform 5G Core Stack ist von HPE als eine vorintegrierte Software- und Hardwarelösung im As-a-Service-Modell gedacht. Damit sollen Netzbetreiber nur das zahlen müssen, was sie auch wirklich nutzen. Sprich: Sie müssen weniger für den Aufbau des 5G-Kernnetzes investieren, und sie können schneller neue Einnahmequellen mit 5G erschließen. 

Einige Netzbetreiber haben schon begonnen, 5G-Zugangsnetze (Radio Access Networks) bereitzustellen. Der volle Nutzen von 5G erschließt sich aber erst, wenn diese mit 5G-Kernnetzen kombiniert werden. Das erlaubt ein ganzheitliches Management, eine gemeinsame Datennutzung und das sogenannte „Slicing“, also die Aufteilung in virtuelle 5G-Netze für bestimmte Einsatzzwecke. Allerdings ist noch weitgehend unklar, wie genau die Leistungsprofile für die einzelnen Anwendungsfälle beschaffen sein müssen. Durch die Bereitstellung des 5G Core Stack über das As-a-Service-Portfolio Greenlake lässt sich laut HPE der Leistungsumfang des Kernnetzes entsprechend der Anforderungen anpassen.

„In ein neues 5G-Netzwerk zu investieren, bevor Umsatz zurückfließt, ist für viele Netzbetreiber eine finanzielle Herausforderung“, sagt Phil Mottram, Vice President und General Manager des HPE-Geschäftsbereichs Communications and Media Solutions. „Mit dem 5G Core Stack können sie die Bereitstellung heute starten und die Infrastruktur bezahlen, wenn ihre Umsätze wachsen.“