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OPC UA plus TSN

Rockwell Automation schließt sich den "Shapern" an

24. April 2018, 09:41 Uhr   |  Meinrad Happacher

Rockwell Automation schließt sich den
© Computer&AUTOMATION

Paul Brooks, Business Development Manager bei Rockwell Automation, begründet den Shaper-Beitritt: "Es braucht eine harmonisierte, interoperable industrielle Kommunikationslösung".

Rockwell Automation schließt sich nun dem Firmenverbund der sogenannten "Shaper" an, um eine Kommunikationslösung für Echtzeit- und Sensor-to-Cloud-Anwendungen im industriellen Umfeld zu entwickeln.

Die auf OPC UA und TSN (Time-Sensitive-Networking) basierende Lösung der Shaper, soll eine einfache und sichere Nutzung von Informationen über verschiedene Herstellersysteme hinweg ermöglichen. Zudem soll die Latenz und Robustheit in konvergierten industriellen Netzwerken durch TSN (Time-Sensitive-Networking) verbessert werden.

"Um Systeme mehrerer Hersteller durchgängig miteinander zu verbinden, ist eine harmonisierte, interoperable Lösung erforderlich, die sowohl konsistente Informationsmodelle als auch konsistentes Kommunikations- und Anwendungsverhalten bietet,“ sagt Paul Brooks, Business Development Manager bei Rockwell Automation. "Um dieses Ziel zu erreichen, arbeiten Experten aus den einzelnen Automatisierungsunternehmen zusammen an einer Lösung. Diese bietet Fertigungs- und Industrieunternehmen harmonisierte Anwendungsprofile für I/O-, Motion- und Safety-Geräte", sagte Sebastian Sachse von B&R ndustrial Automation.

Die neue OPC-UA-TSN-Lösung soll die Interoperabilität verschiedener Herstellerlösungen im selben Netzwerk sicherstellen. Dazu arbeiten mehrere Unternehmen  (ABB, Belden, Bosch Rexroth, B&R, Cisco Systems, Hilscher, Kuka, National Instruments, Phoenix Contact, Pilz, Schneider Electric, TTTech und Wago Kontakttechnik) mit Industriekonsortien wie Avnu, IEEE, IIC, LNI 4.0 und der OPC-Foundation zusammen. Ziel der Unternehmen ist es, bis Mitte des Jahres die genaue Vorgehensweise zur Harmonisierung der Anwendungsprofile bekanntzugeben. Damit soll dann die letzte Hürde zur vollkommenen Interoperabilität genommen werden. Teil des Ziels ist die Zertifizierung der Gesamtlösung aus einer Hand – bis hin zur Ebene der Anwendungsprofile.

Die genannten Unternehmen veröffentlichten bereits Whitepaper zur OPC-UA-TSN-Technologie, so zum Beispiel ein IIC-Whitepaper zu “Converged Traffic Types”. Darüber hinaus leisteten sie einen wichtigen Beitrag zur kürzlich veröffentlichten PubSub-Erweiterung von OPC UA und planen eine Zusammenarbeit zwischen den IIC- und LNI-Testbeds.

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