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OPC-UA- und CIP-Geräte sollen kooperieren

01. April 2020, 20:13 Uhr   |  Andreas Knoll

OPC-UA- und CIP-Geräte sollen kooperieren
© ODVA

Dr. Al Beydoun, ODVA: »Die Zeit ist reif für die OPC UA Companion Specification, um sicherzustellen, dass EtherNet/IP den Anforderungen von Industrie 4.0 und IIoT gerecht wird.«

Die ODVA und die OPC Foundation haben eine Arbeitsgruppe gegründet, um eine OPC UA Companion Specification zu entwickeln, die das Zusammenwirken zwischen OPC UA und dem Common Industrial Protocol (CIP) regelt.

Die Zusammenarbeit zwischen der ODVA (Open DeviceNet Vendors Association) und der OPC Foundation soll zu einer zuverlässigen und sicheren Kommunikation zwischen Geräten, die Teil eines CIP-fähigen industriellen Steuerungssystems sind, und anderen, OPC-UA-fähigen Anwendungen führen. Möglich werden soll eine Kommunikation zwischen CIP-Geräten und OPC-UA-Geräten sowie mit Cloud-Services und Unternehmens-Software. Allgemeine Tasks, die für das Management von Cloud-Gateway-Geräten erforderlich sind, werden festgelegt; CIP-Geräte bekommen ungehinderten Zugang zu wichtigen Cloud-Diensten. »Die Übertragung von Prozess- und Steuerungsdaten von EtherNet/IP-Geräten an OPC-UA-Server wird es ermöglichen, wertvolle Informationen aus der Fabrikhalle an der Edge und darüber hinaus – also auch in der Cloud - für unternehmensweite Analysen bereitzustellen«, erläutert Dr. Al Beydoun, President und Executive Director der ODVA.

Die OPC UA Companion Specification wird CIP-Objekte auf die entsprechenden OPC-UA-Informationsmodelle und Profile abbilden - und umgekehrt. Die Datenübertragung von und zur Cloud und von EtherNet/IP zu OPC UA wird möglich, indem die CIP-Geräte nützliche Informationen wie Discovery, Identität, Diagnose, Status und Parameter bereitstellen. Dass sich kritische Prozessdaten problemlos von EtherNet/IP zu OPC UA übertragen lassen, wird den Aufwand für den Zugriff übergeordneter Systeme wie Analytics, ERP oder MES deutlich verringern. Die OPC UA Companion Specification wird sicherstellen, dass die Daten den Unternehmens- und IT-Systemen in der richtigen Form für schnelle Trendanalysen und Erkenntnisgewinnung bereitstehen.

Eine gemeinsame Arbeitsgruppe, die sich aus Mitgliedern der ODVA und der OPC Foundation zusammensetzt, wird daran arbeiten, kritische Device-to-Cloud-Use-Cases zu identifizieren, etwa die Rückkopplung von Garantiekosten an Produktionsvarianten. Parallel zur gemeinsamen Entwicklung der OPC UA Companion Specification werden CIP und EtherNet/IP bei Bedarf durch ODVA-SIGs erweitert, um sicherzustellen, dass OPC UA alle relevanten Daten ohne zusätzlichen Aufwand für die Endanwender verstehen kann. »Die Zeit ist reif für die OPC UA Companion Specification, um sicherzustellen, dass EtherNet/IP den Anforderungen von Industrie 4.0 und IIoT gerecht wird«, betont Dr. Al Beydoun.

Die Zusammenarbeit von ODVA und OPC Foundation wird die Skalierbarkeit und Interoperabilität wichtiger Geräteinformationen mit kritischer Bedeutung im gesamten Unternehmen sicherstellen. Vor allem werden die OPC-UA-Server CIP-Objekte abbilden und darstellen können und die Services bieten, die den Aufbau einer Verbindung und den Austausch von Nachrichten zwischen OPC-UA-Anwendungen und EtherNet/IP ermöglichen. Letztlich soll die OPC UA Companion Specification CIP-Objekte auf die benötigten Informationsmodelle und Profile abbilden können.

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