Mensch-Maschine-Kommunikation

Millionenschwere Forschung zu 6G

14. Juli 2021, 9:26 Uhr | dpa

Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Ethnische und gesundheitliche Aspekte rund um 5G, 6G und Co.

Gleichwohl birgt das Thema digitale Transformation viele Ängste und Sorgen - auch ethische Fragen sollen daher beim Projekt ‚6G-life‘ eine Rolle spielen. Wie werden die Kinder in Zukunft lernen, wie sieht die Gesundheitsversorgung aus? »Viele beschäftigt auch die Frage, was die Digitalisierung mit dem Arbeitsplatz macht.« Fitzek stellt sich etwa einen Showroom auf dem Campus vor, in dem die Bevölkerung testen kann, was 6G eigentlich bedeutet. »Wir können Technologie nicht nur bauen, sondern müssen auch die Bevölkerung mitnehmen«, so der Wissenschaftler.

Vorbehalte wegen schädlicher Strahlung hingegen hält Fitzek für unbegründet. Weder 5G noch 6G seien gefährlich für die Gesundheit, ist der Professor überzeugt. »Mobilfunk ist nur dann gefährlich, wenn ich bei Tempo 130 auf der Autobahn meine Nachrichten auf dem Handy lese.« Einen Beweis aus wissenschaftlichen Untersuchungen gebe es nicht, zudem sei die Strahlung durch Handy oder Fernsehturm um ein Vielfaches höher etwa bei 5G-Funkmasten. »Genau genommen handelt es sich um elektromagnetische Wellen, die nur einen Effekt haben: sie erwärmen den Körper.« Dafür gebe es zudem Grenzwerte.

Start-ups gezielt fördern

Mit ‚6G-life‘ sollen auch Start-ups unterstützt werden – 10 Mio. Euro der Fördergelder sind für junge Unternehmen eingeplant. Geplant ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Forschung und Industrie, um neue Ideen möglichst schnell umzusetzen. Fitzek nannte etwa das Dresdner Start-Up «Wandelbots» als beispielhaft für diesen Prozess. Das Unternehmen mit mittlerweile rund 140 Mitarbeitern würde die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine ganz neu definieren. Ähnliche Projekte, so hofft Fitzek, entstehen in ein paar Jahren aus dem neuen Zentrum zur 6G-Forschung.


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