Hilscher auf der SPS 2022

Frischer Wind!

8. November 2022, 7:25 Uhr | Meinrad Happacher
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Sebastian Hilscher: »Die Zukunft ist smart und gehört dem Container – das spiegelt sich ganz stark in unseren aktuellen Entwicklungen wider.«
© Hilscher

Zum 1. Januar 2020 hat Sebastian Hilscher von seinem Vater Hans-Jürgen Hilscher die Rolle des Geschäftsführers übernommen. Was hat sich seither im Unternehmen verändert? Und wie ist die Veränderung auf der Messe zu sehen?

Herr Hilscher, dieses Jahr sind Sie erstmalig als Geschäftsführer auf der SPS. Was hat sich in Ihrem Unternehmen mit der Staffelübergabe durch Ihren Vater verändert?

Sebastian Hilscher: Wir sind seither in einem umfassenden Veränderungsprozess. Meine Verantwortung zum Beispiel teile ich jetzt mit einem Management Team, das seit 1. Juli komplett ist und aus erfahrenen Managern mit unterschiedlichem Erfahrungshintergrund und Expertise besteht. Parallel hierzu haben wir uns für die Zukunft neu ausgerichtet und dafür die Marke Hilscher von Grund auf neu aufgestellt. Das drückt sich hier auf der Messe schon einmal in unserem neuen Erscheinungsbild des Messestandes aus.

Welche technologischen Themen stehen bei Ihnen jetzt im Vordergrund?

Sebastian Hilscher: Wir haben ja sehr frühzeitig in Cloud-Technologien investiert und mit netField ein Lösungsportfolio für IoT-Umgebungen geschaffen. Unser Bundle reicht von der skalierbaren Gateway-Hardware über das sichere Betriebssystem, vorkonfigurierte Apps bis hin zum Self-Service-Portal. Mit unserem hybriden Cloud- und Edge-Modell wollen wir die Weichen für ein smartes Edge-Computing stellen. Unsere Plattform soll unseren Kunden dabei als einheitliche Plattform für Datenintegration und das App-Management dienen. Auf der Messe präsentieren wir hierzu nun unsere neueste Version dieser Technologie.

Ein weiteres Thema, dass bei uns im Fokus steht, ist IO-Link. Hilscher liefert mit das breiteste Portfolio an IO-Link Lösungen im Markt, sei es IP67 Reference Designs, IO-Link Wireless Geräte, IO-Link Sensor-2-Cloud Geräte oder einfach IO-Link Technologie in Form von IO-Link Chip und Stacks.

Ihr Vater hatte sich zuletzt auch sehr stark um den App-Store gekümmert, den die Firma Hilscher ja für die Open Industry 4.0 Alliance entwickelte. Wie steht es um dieses Projekt?

Sebastian Hilscher: Hilscher ist hier in der Tat stark in Vorleistung gegangen und wir haben einen Stand erreicht, auf dessen Basis wir im Rahmen eines Proof-of-Concept Apps auf Edge-Endgeräten installieren und einen kompletten App-Lifecycle durchlaufen können. Also vom System her passt das schon. Aktuell ist eine Arbeitsgruppe »Application Management« in der OI4 gegründet worden, die jetzt agnostische und interoperable Apps definiert. Dabei werden auch das Publishing und das Deployment betrachtet und festgelegt. Wir sind hier im engen Austausch mit der IAM Gruppe beim OWL Maschinenbau, um Synergien und gemeinsame Ansätze zu teilen. Ziel ist also nach wie vor ein gemeinsamer OI4-Community App-Store.

SPS 2022: Halle 5, Stand 130

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