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OPC UA

Die Companion Specs des VDMA

19. Februar 2019, 00:30 Uhr   |  Andreas Faath

Die Companion Specs des VDMA
© Bild: Computer&AUTOMATION, Quellen: iStock/Thomas Soellner, OPC Foundation

Uneingeschränkte Interoperabilität ist Basis einer Industrie 4.0. Welche Rolle aber spielen hierbei die OPC UA Companion Specifications? Und warum gilt der VDMA als Gravitationszentrum für deren Erarbeitung?

Die Grundlage für zahlreiche Industrie-4.0-Anwendungsfelder bildet die interoperable Kommunikation zwischen Komponenten und Maschinen, Maschinen untereinander oder zwischen Maschinen und IT-Systemen wie einer Cloud. Hersteller- und branchenübergreifende interoperable Kommunikation und die damit verbundene Datenverfügbarkeit ermöglichen eine schnelle Integration von  Maschinen und Komponenten in neue und bestehende Anlagen,  ein herstellerübergreifendes und globales Condition Monitoring, eine vereinfachte Prozessoptimierung und zukünftige Anwendungen wie ein herstellerübergreifendes Machine Learning. 

Branchen-übergreifende Interoperabilität als höchste Ausbaustufe von Industrie 4.0
© VDMA

Das Ziel: eine Branchen-übergreifende Interoperabilität als höchste Ausbaustufe von Industrie 4.0.

Um diesen Informationsaustausch zwischen unterschiedlichsten Kommunikationspartnern unterschiedlicher Hersteller zu vereinfachen, zu standardisieren und damit Plug&Work zu ermöglichen, bedarf es einer herstellerunabhängigen und branchenweit akzeptierten semantischen Selbstbeschreibung von Komponenten, Maschinen und Systemen. Für eine branchenunabhängige semantische Interoperabilität soll zudem eine übergeordnete Semantik existieren. Diese soll relevante Elemente für die gesamte Industrie des Maschinen- und Anlagenbaus einheitlich definieren. Ziel ist, dass – unabhängig von der Branche und der Kommunikationspartner – Elemente mit derselben Bedeutung durch dieselben Elemente (Struktur, Nomenklatur und Beschreibung) definiert werden. Um dieses Szenario umzusetzen, kommt dem Kommunikationsstandard OPC UA eine Schlüsselrolle zu: In OPC UA Companion Specifications wird die semantische Selbstbeschreibung von Informationsmodellen für Maschinen und Komponenten innerhalb der Industrie-4.0-Welt empfohlenen Kommunikationsarchitektur OPC UA definiert und standardisiert. Der VDMA hat die Dringlichkeit zur Erarbeitung von OPC UA Companion Specifications, der semantischen Selbstbeschreibung dafür und der sich daraus ergebenden semantischen Interoperabilität erkannt. Die VDMA-Fachverbände erarbeiten gemeinsam mit ihren Mitgliedsfirmen, internationalen Verbänden und der OPC Foundation die OPC UA Companion Specifications. Diese sollen durch die Verbreitung über das Netzwerk des VDMA, der internationalen Verbände und der OPC Foundation internationale Akzeptanz erlangen.

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1. Die Companion Specs des VDMA
2. Zentrale Koordination
3. Die Arbeitskreise
4. Industrielle Bildverarbeitung
5. Die Industrie-4.0-Verwaltungsschale und OPC UA
6. Die Umati-Schnittstelle des VDW

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