Schwerpunkte

OPC UA

Die Companion Specs des VDMA

19. Februar 2019, 00:30 Uhr   |  Andreas Faath


Fortsetzung des Artikels von Teil 3 .

Industrielle Bildverarbeitung

Im Bereich der industriellen Bildverarbeitung befindet sich eine OPC UA Companion Specification im Entwurfsstadium als Release Candidate. Dieser Standard wurde gemeinsam mit der G3-Initiative entwickelt. Die internationale G3-Initiative koordiniert die Entwicklung global anerkannter Bildverarbeitungs-Standards. Die Zusammenarbeit erfolgt zwischen den Industrieverbänden von Amerika (AIA), China (CMVU), Europa (VDMA und EMVA) und Japan (JIIA). Der Standard ermöglicht die Verwaltung von Rezepten, Konfigurationen und Resultaten auf standardisierte Weise, während die jeweiligen Inhalte herstellerspezifisch als Black-Box behandelt werden. Das abstrahierte Verhalten eines industriellen Bildverarbeitungssystems wird über ein – im Standard beschriebenes – Statusmaschinenkonzept beschrieben.

Die Robotik

Aufbau eines Motion-Device-Systems
© VDMA

Aufbau eines Motion-Device-Systems.

Für die Robotik existiert ebenfalls eine OPC UA Companion Specification im Entwurfs-Status als Release Candidate. Die OPC UA Companion Specification beschreibt ein komplettes Motion-Device-System, das eine Liste von Motion Devices (Kinematiken) beinhaltet. Motion Devices können jeder bereits existierende Robotertyp oder sogar ein fiktiver zukünftiger Robotertyp sein. Dazu zählen zum Beispiel Industrieroboter (stationär), mobile Roboter (auch mit mehreren Roboterarmen), Roboter mit mehreren Steuerungen, Roboterperipherie ohne eigenen OPC-UA-Server und Serviceroboter.

Die Selbstbeschreibung eines Motion-Device-Systems basiert auf einem Komponenten-orientierten Informations-Modellierungsansatz. Die Modellierung der Informationsobjekte erfolgt in Anlehnung an die physikalische Struktur eines Motion-Device-Systems in einer dem Anwendungsfall angepassten Granularität. Alle gängigen Arten von Motion Device Systemen können mittels OPC Robotics beschrieben werden. 

Die OPC UA Companion Specification Robotics ist in mehrere Teile aufgeteilt, wobei Teil 1 die Basisspezifikation darstellt. Teil 1 beschreibt eine Abstraktion des generischen Motion Device Systems, das heißt die Darstellung des sogenannten Digitalen Zwillings des Systems. Die OPC UA Companion Specification beinhaltet die Anwendungsfälle Assetmanagement, Zustandsüberwachung, vorausschauende Wartung und die vertikale Integration in die IT-Systeme der Produktion (SPS, MES, SCADA, Cloud). Zukünftige Teile erweitern die grundlegende Beschreibung eines Motion-Device-Systems und enthalten Anwendungsfälle wie die Konfiguration und Steuerung eines Motion-Device-Systems oder der enthaltenen Motion Devices, das Einleiten von Aktionen am Robotersystem mittels Methoden und einer Statusmaschine, der Meldung von Zuständen, Alarmen und Ereignissen und die Speicherung von kundenspezifischen Informationen auf dem Server, (zum Beispiel ERP-Daten, Kostenstelle).

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1. Die Companion Specs des VDMA
2. Zentrale Koordination
3. Die Arbeitskreise
4. Industrielle Bildverarbeitung
5. Die Industrie-4.0-Verwaltungsschale und OPC UA
6. Die Umati-Schnittstelle des VDW

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