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Der Industrie-4.0-Hype – eine Chance?

02. Juli 2020, 14:51 Uhr   |  Meinrad Happacher


Fortsetzung des Artikels von Teil 2 .

Welche Ressourcen sind nötig?

Um Projekte langfristig denken und erfolgreiche Strategien entwickeln zu können und nicht zuletzt mögliche Risiken zu minimieren, ist es notwendig, alle bereits verfügbaren und alle zusätzlich erforderlichen Ressourcen im Blick zu behalten. Neben allerlei technischen Ressourcen wie Sensoren, Infra-struktur, Gateways und Schnittstellen, gilt es auch die menschlichen Ressourcen mit in die Planung einzubeziehen.
Die Umsetzung von Projekten im Bereich Industrie 4.0 ist eine interdisziplinäre Herausforderung, die gerade bei branchenspezifischen Lösungen häufig Spezialisten sowie Wissen und Erfahrung erfordern, die sich nicht so leicht outsourcen oder zu- und nachkaufen lassen.
Wenn aufgrund von mangelhaftem Wissensmanagement plötzlich erforder-liches Experten- oder Detailwissen nicht mehr verfügbar ist oder für den Betrieb und Support langfristig eine Heerschar an IT-Experten benötigt wird, geraten selbst solide Projekte in Schieflage.

Wie sehen die langfristigen Ziele aus?

Egal ob neue Funktionen, Produkte, Dienstleistungen oder komplette Öko-systeme geschaffen werden sollen, für eine performante und bezahlbare Lösung müssen die Weichen je nach Anwendungsszenario entsprechend früher oder später gestellt werden. Für eine solide Planung und Kalkulation von Projekten sind zukünftige Anforderungen beispielsweise zu Skalierbarkeit, Daten-, Nutzer- und Gerätemanagement nicht unerheblich. Gerade mit Blick auf aktuelle und mögliche Kosten und Anforderungen sind klare Strategien und Prioritäten zu definieren.
Hierbei können Prognosen, Erfahrungswerte und grobe Kalkulationen bereits gute Indikatoren liefern, mit welcher Strategie die gesteckten Ziele am besten erreicht werden können.

Beispielsweise kann ein Redesign oder eine Erweiterung um zusätzliche Module für neue Funktionen ab einer gewissen Stückzahl bedeutend günstiger sein als von Anfang an auf eine teure All-in-one-Lösung zu setzen. Oder die Migration von Plattformanbieter A auf Plattformanbieter B lohnt sich erst ab x-tausenden Nutzern.
Die Entwicklungen der letzten Jahre versetzt uns in die Lage, aus einem 
schier endlosen Portfolio an Hard- und Software passende, bezahlbare und standardisierte Lösungen für nahezu alle Anwendungsbereiche realisieren zu können. Offene Standards, Schnittstellen und Ökosysteme sind an vielen Stellen die Triebfeder der fortschreitenden Digitalisierung. Auch wenn im Bereich I4.0 und (I)IoT ein Trend den anderen jagt, gilt es immer den richtigen Ansatz und die passende Strategie individuell zu entwickeln.  

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1. Der Industrie-4.0-Hype – eine Chance?
2. Welche Nutzungsszenarien sollen realisiert werden?
3. Welche Ressourcen sind nötig?

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