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Bestandsaufnahme zum ‚Internet of Things‘

13. Juli 2016, 13:05 Uhr   |  Günter Herkommer

Bestandsaufnahme zum ‚Internet of Things‘
© GMM

Das IoT schließt die Lücke zwischen OT und IT

Im Auftrag von Schneider Electric hat Redshift Research rund 2.600 Entscheidungsträger in Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern in 12 Ländern online zum ‚Internet of Things‘ befragt. Die Ergebnisse wurden nun im ‚IoT 2020 Business Report‘ veröffentlicht.

Ziel der Studie war es aufzuzeigen, wie große Unternehmen bis zum Jahr 2020 die Technologien des ‚Internet der Dinge‘ als effektive Werkzeuge nutzen möchten und wo die größten Chancen für die Wertschöpfung liegen. Die wesentlichen Erkenntnisse: Die meisten Unternehmen haben mittlerweile den Mehrwert von IoT-Technologien erkannt - rund 75 % der Befragten beurteilen die Möglichkeiten des IoT positiv. Ein Großteil der Umfrageteilnehmer (81 %) ist zudem davon überzeugt, dass Erkenntnisse, die aus IoT-basierten Daten gewonnen werden, sich wirkungsvoll in der gesamten Organisation teilen lassen. Ganz ohne Bedenken sind die Umfrageteilnehmer allerdings nicht: Nicht weniger als 41 % der Interviewten befürchten, dass Cyber-Sicherheit im IoT-Umfeld eine schwierig zu lösende Aufgabe sein wird.

Ein großer Treiber für IoT-Projekte sind Kostensenkungen. Dazu gehören vor allem Automatisierungslösungen: Fast die Hälfte (42 %) der Teilnehmer möchte in den nächsten zwei Jahren eine IoT-fähige Lösung für Gebäudeautomation einführen. Von Gebäudeautomationslösungen versprechen sich 63 % der Entscheider große Einsparpotenziale, 62 % wollen mit Hilfe von Industrieautomation ihre Kosten senken.

 

Vorteile versprechen sich Entscheider auch durch mobile Anwendungen: Zwei Drittel der Unternehmen (67 %) planen die Einführung innerhalb des nächsten Jahres. Ein Drittel der Befragten (32 %) leitet diesen Schritt sogar bereits in den nächsten sechs Monaten ein. Als Hauptgrund werden mögliche Kosteneinsparungen von bis zu 59 % angegeben.

Außerdem planen 63 % der befragten Unternehmen noch im Jahr 2016 das Verhalten ihrer Kunden mittels IoT-Technologien zu analysieren. Zu den wichtigsten Geschäftsvorteilen zählen hierbei eine schnelle Problemlösung, ein verbesserter Kundenservice und eine höhere Kundenzufriedenheit.

Eine Erkenntnis der Studie ist allerdings auch, dass es Firmen schwerfällt, einen Einstieg in das IoT zu finden und die tatsächliche Wertschöpfung nachzuweisen. Außerdem kann es sich kaum ein Unternehmen leisten, die bestehende OT- und IT Infrastruktur abzuschaffen und zu ersetzen. Das IoT wird demnach eher bestehende Investitionen ergänzen und Geschäftsprozesse und -ergebnisse im Laufe der Zeit verändern.

Dazu sagt Jürgen Siefert, Vice President Industrie bei Schneider Electric: „Eine Einführung gelingt am besten Schritt für Schritt. Unternehmen können die Vorteile zunächst anhand von Pilotprojekten mit schnellem ROI nachweisen, bevor sie dann den Anwendungsbereich ausweiten. Eine IoT-Lösung sollte sich auch dadurch bewähren, dass sie die Energieeffizienz maximiert und die Leistung und Verlässlichkeit von Anlagen optimiert. In den letzten Jahren hat sich zudem das Aufwands- und Ertragsverhältnis bei der Konnektivität verändert. Inzwischen können Anlagen mit Hilfe von Chip-Systemen (System-on-Chip, SoC) in ein Netzwerk eingebunden werden. Sensoren sind erschwinglich geworden. Schon bald werden Betriebe ihre gesamten Anlagen genau überwachen können, anstatt nur einen Bruchteil davon, wie es bisher der Fall war.

Der vollständige ‚IoT 2020 Business Report‘ kann hier angefordert werden.

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