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Deutsche Telekom: 5G-Partner für smarte Fabriken

Die Deutsche Telekom baut ihr 5G-Ökosystem für die Industrie weiter aus. Neben der Partnerschaft mit dem Netzausrüster Ericsson kommen nun drei Spezialisten für smarte Produktion und Entwicklung hinzu: EK Automation, Konica Minolta und Endress+Hauser.

Deutsche Telekom kooperiert mit Endress+Hauser Bildquelle: © Endress+Hauser

Ziel der 5G-Kooperation mit Endress+Hauser: Die Messgeräte können in Echtzeit eine Fülle von Prozess- und Gerätedaten übertragen.

Mit ihren 5G-Campus-Netzen bietet die Telekom mittlerweile eine Infrastruktur für die smarte Fabrik von Morgen an. Mit den jetzt vorgestellten Partnern sollen neue Lösungen und Möglichkeiten insbesondere in der Produktion oder Logistik entstehen.

Bereits im Juli ist die EK Automation zu den Telekom Partnern gestoßen. Als einer der Marktführer bei Fahrerlosen Transportsystemen (FTS) stattete EKS gemeinsam mit der Telekom  im Sommer Transportroboter mit 3D-Kameras aus. Dazu fügten die Techniker erstmalig eine 3D-Hinderniserkennung mit dynamischer Wegeplanung in der Edge Cloud ein. Der Transportroboter sendet die Aufnahmen der 3D-Kameras nahezu in Echtzeit über das Telekom 5G-Netz zur Analyse in die Cloud. Damit konnte das Fahrzeug sofort im Fahrweg platzierten Hindernissen ausweichen.

Konica Minolta entwickelt gemeinsam mit der Deutschen Telekom seine AIRe Lens weiter. Diese leichte Augmented Reality-Brille hilft zum Beispiel einem Monteur Maschinen zusammenzubauen. Sie blendet eine Anleitung Schritt für Schritt im Display ein. Der Monteur behält die Hände frei. Außerdem kann er einem Experten an einem entfernten Standort die Lage zeigen. Dazu ist in die Brille eine Kamera integriert. In Zukunft soll die AIRe Lens direkt über das 5G-Netz der Telekom Daten liefern. 

Als einer der ersten Anbieter von Mess- und Automatisierungstechnik wird Endress+Hauser seine Sensoren mit Mobilfunk-Modulen ausstatten. Zahlreiche Messgeräte können so dank 5G parallel und in Echtzeit eine Fülle von Prozess- und Geräte-Daten übertragen. Diese lassen sich beispielsweise in Cloud-Anwendungen für eine vorausschauende Wartung der Anlagen auswerten. „Unsere Instrumente erfassen schon lange neben den eigentlichen Messwerten eine Fülle an Informationen aus dem Prozess und über den Sensor. Bislang werden diese Daten aber kaum genutzt“, sagt Matthias Altendorf. Der CEO der Endress+Hauser Gruppe fügt hinzu: „Die 5G-Campus-Netze öffnen einen zweiten, von der Steuerung der Anlage unabhängigen Signalweg. Wir können dadurch Wertschöpfungsketten über Grenzen von Unternehmen hinweg enger miteinander verflechten und industrielle Prozesse effizienter gestalten.“

Weitere Partner stehen laut Telekom bereits in den Startlöchern.