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Ein "Leben-oder-sterben-Moment": Huawei-Gründer Ren Zhengfei macht Druck

In einem Schreiben an die Mitarbeiter warnt Huawei-Gründer Ren Zhengfei vor einem "Leben-oder-Sterben-Moment" für das Unternehmen und mahnt nicht ausgelastete Mitarbeiter, neue Projekte zu starten – andernfalls drohen Gehaltskürzungen oder Kündigungen.

Ren Zhengfei, Gründer von Huawei Bildquelle: © Huawei Technologies

Ren Zhengfei, Gründer und Chef von Huawei

Auch wenn die US-Sanktionen gegen Huawei weiter gelockert bleiben, steht der chinesische Hersteller unter immensem Druck. Das zeigt sich nun auch an einem internen Schreiben an die Huawei-Mitarbeiter, in dem Gründer Ren Zhengfei laut Bloomberg vor einem “Leben-oder-sterben-Moment” für das Unternehmen warnt.

In den vergangenen Monaten hat Huawei bereits Stellen abgebaut, unter anderem bei seiner amerikanischen Forschungstochter. Die verbleibenden Mitarbeiter müssten nun “verdienstvolle Taten” für das Unternehmen vollbringen, schreibt Ren, und das Management solle herausragende Mitarbeiter möglichst schnell befördern, um für “frisches Blut” zu sorgen.

Speziell für Mitarbeiter, die durch den Handelskonflikt keine Arbeit mehr haben oder weniger Aufgaben als zuvor, steigt der Druck. Wer nicht ausgelastet sei, müsse “Kommandoeinheiten” formen, um neue Projekt zu starten – dann könne man auch befördert werden, so Ren. Sie könnten sich auch intern neue Jobs suchen. “Wenn sie es nicht schaffen, eine neue Rolle zu finden, werden ihre Gehälter alle drei Monate gekürzt.” Letztlich droht sogar die Kündigung.

“Wenn du den Job nicht machen kannst, mach Platz für unsere Panzer”, heißt es Reuters zufolge weiter. Ren sieht Huawei mittlerweile im “Schlachtmodus”, um die Krise zu überleben. Schaffe man das, sei eine neue Armee geboren, so die markigen Worte des Unternehmensgründers. “Um was zu tun? Um die Welt zu dominieren.”