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AS-Interface: Datenpipeline ASi-5

Fortsetzung des Artikels von Teil 1.

Konnektivität für Datenstreaming

Grafik1 zu ASi-5 Bildquelle: © Bihl+Wiedemann

Neue ASi-5-Komponenten lassen sich nicht nur in reinen ASi-5- Netzen nutzen, sondern auch in ­bestehende ASi-Applikationen integrieren. Dafür ist ...

Grafik2 zu ASi-5 Bildquelle: © Bihl+Wiedemann

... lediglich das vorhandene Gateway durch ein ASi-5/ASi-3-Gateway von Bihl+Wiedemann zu ersetzen (links: vor ASi-5 / rechts: mit ASi-5).

ASi-5 könnte zu einem wichtigen Schrittmacher für die digitale Transformation im Maschinen- und Anlagenbau werden. So wird der bisher vergleichsweise eher träge Datenkanal mit ASi-5 zur leistungsfähigen Daten-Pipeline und ermöglicht ein ‚ruckelfreies‘ Datenstreaming. Die Daten-Power von ASi-5 ist darauf ausgelegt, komplexe Steuerungsprozesse in industriellen Anwendungen zu ermöglichen. So können zum einen deutlich mehr Slaves kosteneffizient und schnell an einem Ort eingesammelt und angeschlossen werden, denn mit ASi-5 lassen sich jetzt bis zu 384 Eingangs- und 384 Ausgangsbits in einer Zykluszeit von 1,27 ms übertragen. Im Gegensatz zu ASi-3, das mit rund 170 kHz kommuniziert, nutzt die neue AS-Interface-Generation dafür den Frequenzbereich zwischen 1 und 10 MHz. ASi-5-Netzwerke und ASi-3-Applikationen können so parallel auf einer Leitung betrieben werden, wodurch die von Anfang an angestrebte Abwärtskompatibilität zu allen bisherigen ASi-Generationen sichergestellt ist.

Zum anderen ist es mit ASi-5 jetzt ­möglich, intelligente Geräte – beispielsweise IO-Link-Sensoren – noch einfacher in AS-Interface zu integrieren. Genau dafür haben die Entwickler von ASi-5 nämlich schon frühzeitig Profile spezifiziert, die es erlauben, bis zu 32 Byte E/A-Daten zyklisch zu übertragen. Praktisch umsetzen lässt sich das auch schon – mit den ‚ASi-5 Slave / IO-Link Master‘-Modulen von Bihl+Wiedemann.

Dies ist der eine Aspekt der verbesserten Konnektivität mit ASi-5 – der andere heißt OPC UA. Diese plattformunabhängige, standardisierte Kommunikationsarchitektur ist in der Lage, Maschinendaten wie Sensordaten, Messwerte oder Regelgrößen zu transportieren und – das ist die für die Digitalisierung relevante Innovation – auch maschinenlesbar semantisch zu beschreiben. OPC UA ist interoperabel und sorgt für industrielle Konnektivität: Größere Mengen an Daten können ohne Einschränkung dorthin transportiert werden, wo aus ihnen wertvolle Informationen gewonnen werden – beispielsweise in Cloud-basierte Applikation des Condition Monitoring oder der Predictive Maintenance. Mit dem OPC-UA-Server, den die Firma Bihl+Wiedemann standardmäßig in ihre neuen ‚ASi-5/ASi-3 Gateways‘ für Profinet, Ethernet/IP oder Ethercat integriert hat, ist somit auch Datenstreaming im Sinne von Edge Computing ohne Umwege parallel zum jeweiligen Feldbus möglich.