Sie sind hier: HomeFeldebeneVernetzung

Technik & Finanzen: Industrie 4.0 als Kapitalanlage

Fortsetzung des Artikels von Teil 1.

Tech-Indizes in Analogie zu Technologie-Baukästen

Vor diesem Hintergrund ist unter anderem die Idee entstanden, langfristig bedeutsame und nachhaltige technologische Entwicklungen in für Investoren gewinnbringende Indizes umzusetzen, die jeweils aus bis zu 20 Aktien bestehen – quasi in Analogie zu den heute in der Industrie üblicherweise verwendeten Technologie-Baukästen und Bibliotheken, um neue Produkte und Dienste zu kreieren.

Das Dach bildet der sogenannte ‚Industrie 4.0 Technology Performance Index‘. Er beinhaltet weltweit führende Unternehmen in diesem Segment. Getragen wird das Dach von den wichtigen Säulen beziehungsweise den Themen-Indizes ‚Cyber Security Performance Index‘, ‚Artificial Intelligence Performance Index‘, ‚Blockchain Technology Index‘ und dem ‚5G Technology Index‘.

Die Indizes decken die gesamte Wertschöpfungskette des jeweiligen Themas ab. Für den Industrie-4.0-Index kommen folgerichtig Unternehmen aus den Segmenten Automatisierung, Robotik, Sensorik, Software- und Datendienstleister, Maschinen- und Anlagenbau sowie Ingenieurdienstleister in Frage. Wesentliche Faktoren für die Selektion sind: große Markenbekanntheit, umfassender Patentschutz und Einzigartigkeit des Geschäftsmodells. Darüber hinaus müssen die von den Unternehmen hergestellten Produkte und angebotenen Lösungen einen möglichst großen Markt bedienen, der langfristiges und nachhaltiges Wachstum verspricht. Nicht zuletzt sollten die Unternehmen über ein exzellentes unternehmerisch geprägtes Management – idealerweise repräsentiert durch die Gründer – und über ein stark international ausgerichtetes Geschäft verfügen. 

Bei den In­dizes zu den Themen Blockchain spielen die Mitgliedschaft in Konsortien wie Hyperledger, R3 Corda und Ethereum und bei 5G die Standardisierungsgremien wie 3GPP und 5GPPP eine wichtige Rolle.

Hannover Messe 2019 im Zeichen von 5G und KI

Wer die gerade hinter uns liegende Hannover Messe besucht hat, die in diesem Jahr unter dem bezeichnenden Motto „Integrated Industry – Industrial Intelligence“ stand, konnte dort unter anderem die digitalen Symbiose aus Industrie 4.0 und KI live an zahlreichen Ständen erleben. Ebenso den neue Mobilfunkstandard 5G, der – so ZVEI-Präsident Michael Ziesemer –„Ausgangspunkt für eine völlig neue Fabrikwelt“ sein kann. Als Forderung formulierte es gar Bosch-Rexroth-Vorstand Dr. Marc Wucherer: „Wir brauchen ein funktionierendes  5G-Netz als digitales Nervensystem. Ohne es können wir die Vision unserer ‚factory of the future‘ nicht realisieren.“