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COG Deutschland: Vorstandsgremium erweitert

Der Vorstand der Component Obsolescence Group Deutschland (COG), die sich mit dem Problem abgekündigter oder aus anderen Gründen plötzlich nicht mehr verfügbarer Hard- oder Software auseinandersetzt, wurde erstmals auf acht Personen erweitert.

COG Deutschland, Obsolescence Bildquelle: © COG Deutschland

Der neugewählte erweiterte Vorstand des COG Deutschland e.V. besteht nun aus acht Mitgliedern (v.l): Irina Werle, Frank Mützner, Ulrich Vogel, Kassenwart Anke Bartel, Stellvertretender Vorsitzender Axel Wagner, Joachim Tosberg, Vorstandvorsitzender Dr. Wolfgang Heinbach und Stefanie Kölbl.

Wenn für die Produktion oder die Wartung dringend benötigte Komponenten plötzlich nicht mehr verfügbar sind, kann dies vor allem für Hersteller besonders langlebiger Geräte und Anlagen massive finanzielle Auswirkungen haben. So werden in Bereichen wie der Automobil-, Raumfahrt-, Militär-, Bahn-, Kraftwerks-, Medizin- und Automatisierungstechnik schon heute bis zu 50 % der über den gesamten Produktlebenszyklus anfallenden Gesamtbetriebskosten (TCO) direkt oder indirekt durch abgekündigte oder aus anderen Gründen plötzlich nicht mehr verfügbare Hard- oder Software verursacht. Dabei rechnet man bei der COG (Component Obsolescence Group) Deutschland e.V. in den nächsten Jahren sogar noch mit einer weiteren Verschärfung der Situation.

Die 2005 gegründete Non-Profit-Industrieorganisation entwickelt deshalb Hand in Hand mit den Experten ihrer aktuell 149 Mitgliedsfirmen in diversen Arbeitsgruppen Ideen, Maßnahmen und Methoden, um Unternehmen bei der Vermeidung oder zumindest Reduzierung etwaiger Obsoleszenz-Probleme zu überstützen. „In den vergangenen 14 Jahren haben wir als Verband viele neue Werkzeuge und Hilfsmittel geschaffen, die unseren Mitgliedern das Obsoleszenz-Management enorm erleichtern“, bestätigt Vorstandsvorsitzenden Dr. Wolfgang Heinbach. Doch angesichts immer kürzerer Innovationszyklen und neuer Technologietrends wie beispielsweise IoT sehe sich der Verband gleichzeitig auch mit immer neuen Herausforderungen konfrontiert, die sich oft nur mit großem Aufwand und über einen langen Zeitraum hinweg bewältigen ließen.

Um diesen Herausforderungen auch in Zukunft optimal gerecht werden zu können, wurde der Vorstand der COG Deutschland auf der Jahreshauptversammlung auf acht Personen erweitert. Neben dem bei der Wahl für weitere zwei Jahre im Amt bestätigten Vorstandsvorsitzenden Dr. Wolfgang Heinbach (Geschäftsführer GMP German Machine Parts), seinem Stellvertreter Axel Wagner (Würth Elektronik EiSos) und Kassenwartin Anke Bartel (Velocity Electronics) gehören ab sofort auch Irina Werle (BMK Group), Frank Mützner (Osram Continental), Ulrich Vogel (Electronic Direct), Joachim Tosberg (Rafi) und Stefanie Kölbl (TQ-Systems) dem Gremium an.

Einen besonderen Schwerpunkt sieht der Vorstand für die nächsten Jahre dabei im Ausbau der Zusammenarbeit mit anderen Institutionen und Verbänden, sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene. Heinbach präzisiert: „Der wirksamste präventive Schutz vor Obsoleszenz ist eine umfassende Aufklärung über alle damit verbundenen Risiken, und das Aufzeigen denkbarer pro- und reaktiver Gegenmaßnahmen. Deshalb haben wir uns zum Ziel gesetzt, Verbände, Unternehmen und Institutionen künftig noch viel intensiver für dieses hochbrisante Thema zu sensibilisieren“. So ist beispielsweise das VDMA-Einheitsblatt 4903 unter Mitwirkung von COG-Mitgliedern entstanden, das unter anderem die Mindestanforderungen an den Informationsgehalt von Änderungs- und Abkündigungsmitteilungen und an die für einen EDV-gestützten Datenaustausch erforderlichen Systemschnittstellen beschreibt. Denkbar seien  aber auch internationale Kooperationsprojekte mit Organisationen wie dem International Institute of Obsolescence Management (IIOM International).