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TSN: Die Frage der Lizenzen

Wird OPC UA in Kombination mit TSN 'der' Standard der Industrie-Kommunikation? Welche Rolle spielen bei dieser Frage die Lizenzen und welcher Part kommt hierbei der OSADL zu?

Die Frage der Lizenzen Bildquelle: © OSADL
Tabelle 1_Meilensteine in der Geschichte von OPC UA Bildquelle: © OSADL

Tabelle 1: Meilensteine in der Geschichte von OPC UA

Es ist bemerkenswert, dass sich jetzt eine Reihe von Automatisierungstechnik-Anbietern – die zusammen wohl mehr als 95 % des Marktes abdecken – anlässlich der SPS IPC Drives 2018 für ein einheitliches echtzeitfähiges Kommunikationssystem aussprechen. Bemerkenswert ist auch, dass sich die Firmen mit OPC UA PubSub über TSN für keinen der bisher verwendeten über 50 verschiedenen Feldbusse beziehungsweise kein Echtzeit-Kommunikationsverfahren entschieden haben. Sondern es wird ein bisher nur für einen Teilbereich verwendetes Informationsmodell mit einem ebenfalls vorbestehenden, aber noch nicht für diesen Zweck eingesetztes Synchronisierungsprotokoll kombiniert, gemeinsam weiterentwickelt und standardisiert.

Möglicherweise hat den Einigungsprozess vereinfacht, dass nun kein Anbieter den Vorteil hat, sein eigenes Verfahren weiterverwenden zu können, sondern alle beteiligten Unternehmen sich mit ähnlichem Entwicklungsaufwand in das neue Verfahren einarbeiten müssen. Die Wahl von schon lange in einem anderen Kontext verwendeter Verfahren (siehe Tabelle 1) könnte auch den Vorteil haben, dass es entweder keine relevanten Patente dafür gibt oder diese, wenn es welche geben sollte, nur noch eine kurze Restlaufzeit haben.