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Spitzencluster it´s OWL: Fünf Leitprojekte für neue Technologiefelder

Fortsetzung des Artikels von Teil 3.

Plattformen bieten neue Zugänge zu Kunden und Märkten

Wie Unternehmen auf dem technologischen Fundament neue Services entwickeln und Märkte erschließen können, ist Schwerpunkt des Leitprojekts „Digital Business“. Wago Kontakttechnik, Denios, GEA und Unity entwickeln in dem Projekt gemeinsam mit Fraunhofer IEM und der Universität Paderborn Ansätze, um die Potenziale digitaler Plattformen für kleine und mittlere Unternehmen zu erschließen. Um wettbewerbsfähig zu bleiben und ihre Kundenzugänge zu erhalten, müssen die Unternehmen ihre Produkte immer stärker mit Services verzahnen. Durch digitale Plattformen können sie vom Auftragseingang über Produktion bis zur Logistik eine durchgehende Lösung für die Kunden anbieten.

„Ein zentraler Aspekt im Business-4.0-Umfeld sind für uns neue Plattformen und Ecosystems, die zunehmend auch Einfluss auf die B2B-Branche nehmen“, teilt Jürgen Schäfer, Mitglied der Geschäftsleitung von Wago Kontakttechnik, mit. „Ihnen gelingt es, die Kundenschnittstelle zwischen Kunden und Produktanbieter zu besetzen. Deshalb schauen wir bei Wago genau, welchen Mehrwert wir selbst für unsere Kunden durch neue Services und Marktleistungen schaffen können. Das erreichen wir schon heute mit unserer Wago-Cloud, die die Datensammlung durch unseren PFC-Controller um die Aufbereitung und Verarbeitung dieser Daten erweitert. Dem sich verändernden Einkaufsverhalten begegnen wird mit unserer neuen Homepage, deren Features wie Empfehlungen oder Vergleichbarkeit von Produkten sich nicht mehr von bekannten Portalen aus dem Alltag unterscheiden. Mit dem Projekt verfolgen wir das Ziel, gemeinsam mit der Expertise der Hochschulen eine Plattformstrategie mit den für uns relevanten Ecosystems aufzubauen. Langfristig wollen wir digital vernetzte Wertschöpfungsketten mit neuen Services erzeugen, deren Bausteine auch kleinere Unternehmen auf ihrem Weg zum Business 4.0 inspirieren können.“

Gestaltung digitaler Arbeitswelten  – im Dialog mit Betriebsrat und Belegschaft

In der digitalisierten Fabrik rücken zunehmend die sozialen Aspekte der Arbeitsplatzgestaltung in den Vordergrund: Der Mensch bleibt im Zentrum der Technologie. Um die Arbeitsplätze der Zukunft zu gestalten, müssen Unternehmen bei der Einführung neuer Technologien die konkreten Anwendungsbereiche berücksichtigen und dabei die Beschäftigten aktiv einbinden und qualifizieren. In einem weiteren it´s-OWL-Leitprojekt entwickeln und erproben Unternehmen, Hochschulen und die IG Metall neue Lösungen für die Digitalisierung der Arbeitswelt. Dabei geht es um Lernplattformen, kognitive Assistenzsysteme, partizipative Technologiegestaltung sowie agile Führung und Personalentwicklung.

Das Technologie-Netzwerk it´s OWL – Intelligente Technische Systeme OstWestfalenLippe gilt bundesweit als eine der größten Initiativen für Industrie 4.0 im Mittelstand und wurde mehrfach ausgezeichnet. In der Zeit von 2012 bis 2017 haben 200 Unternehmen und Forschungseinrichtungen in 47 Projekten Lösungen entwickelt, mit denen vor allem kleine und mittlere Unternehmen die Zuverlässigkeit, Ressourceneffizienz und Benutzerfreundlichkeit ihrer Maschinen und Anlagen steigern konnten.

SPS IPC Drives:
Beckhoff Automation: Halle 7, Stand 406
Harting: Halle 10.0, Stand 140
Lenze: Halle 1, Stand 360
Phoenix Contact: Halle 9, Stand 310
Wago Kontakttechnik: Halle 7, Stand 130/230/330
Weidmüller Interface: Halle 9, Stand 351/155.