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SAP: Der digitale Zwilling im Mittelpunkt

Bei SAP steht dieses Jahr das Netzwerk aus realer Welt und digitalen Zwillingen im Mittelpunkt. Die entsprechenden Maschinen und Anlagen sind alle miteinander vernetzt und können im Betrieb live überwacht werden.

Armin Pühringer Bildquelle: © SAP

Armin Pühringer, SAP Leonardo & Analytics Advisor: „Auch im Live-Betrieb bleibt der digitale Zwilling der Dreh- und Angelpunkt!“

„Wir haben bei uns auf dem Stand alle Stationen miteinander verbunden und zeigen so exemplarisch die Chancen der intelligenten Fertigung“, erläutert Armin Pühringer das Standkonzept von SAP. Der Leonardo & Analytics Advisor erläutert den besonderen Reiz der Demo: Die Herausforderung besteht darin, von der Produktentwicklung ausgehend, die Basis für ein Asset Management zu schaffen, das auch die Analysen aus den Live-Daten der Produkte und Maschinen berücksichtigt. Den Fertigungsverantwortlichen stelle sich die Frage: Wie kann man die Erkenntnisse aus Entwicklung und Betrieb nutzen für eine kontinuierliche Verbesserung und neue Software-basierte Angebote? Und wie kann man entsprechend die Fertigungsabläufe flexibler gestalten, um auf die tatsächlichen physikalischen Gegebenheiten und unvorhergesehene Ereignisse besser reagieren zu können? – „Wir wollen mit unserem Showcase Antworten auf diese Fragen geben“, so Pühringer. 

Besucher können entsprechende Szenarien und Prozesse live erleben, umgesetzt mit einer Drehmaschine der Firma Index sowie fahrerlosen Transportfahrzeugen, die zusammen eine Open Integrated Factory abbilden. Dabei sind die Maschinen und Arbeitsstationen durch fahrerlose Transportsysteme verbunden, tauschen Informationen aus und arbeiten einander zu. Die intelligenten Einheiten ermöglichen eine flexible und dynamische Fertigung, mit der eine Produktion nach Losgröße 1 fast zum Selbstläufer wird. Technologische Basis für die digitalisierte Produktion sind smarte Wertschöpfungsnetzwerke und digitale Plattformen für Kundenservices und Applikationen, die beide in End-to-End Prozessen eingebunden sind.

„Auch im Live-Betrieb bleibt dabei der digitale Zwilling der Dreh- und Angelpunkt“, sagt Pühringer und ergänzt: „Wir zeigen, dass das virtuelle Abbild der Maschine dem Hersteller wie dem Betreiber auf einer gemeinsamen Plattform zur Verfügung steht.“ Der Hersteller erhält wertvolle Einblicke in das Verhalten der Komponente und erstellt Wirkungsanalysen, die er sofort als funktionale Anforderungen dokumentiert. Verbesserungsvorschläge und neue Produkt-Ideen landen somit direkt bei der Produktentwicklung. Hersteller und Betreiber behalten die Maschine über deren digitalen Zwilling immer aktuell im Blick: Der Betreiber informiert sich schnell und einfach über seine eingesetzten Maschinen, Dokumentationen oder Wartungshinweise. Auch Ersatzteilbestellungen und das Service-Ticketing stößt der Betreiber direkt im System an. Der Hersteller wiederum generiert neue Umsatzströme – durch zusätzliche digitale Produkte und Services oder durch Geschäftsmodelle wie Full-Service und Pay-per-Use. „Möglich machen dies die Live-Daten aus dem Betrieb“, so Pühringer.