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Ethercat Technology Group: Diagnose-Interface vereinheitlicht

Die Ethercat Technology Group (ETG) hat eine herstellerunabhängige Schnittstelle für Diagnosedaten veröffentlicht und zudem ihren Vorstand neu gewählt

Der neu gewählte ETG-Vorstand Bildquelle: © Computer&AUTOMATION

Der neu gewählte ETG-Vorstand: Dmitry Dzilno (Applied Materials), Martin Rostan (Beckhoff Automation), Dr. Peter Heidrich (Hochschule Pforzheim) (v.l.).

Diagnose bei Ethercat ist nicht neu: Das Ethernet-basierte Kommunikationssystem erkennt und lokalisiert sowohl Bitfehler als auch ‚Wackelkontakte‘ in der Kommunikationsleitung. Diese und weitere Informationen können direkt vom Ethercat-Master bereitgestellt werden, ohne dass aufwendige Diagnose-Hardware erforderlich ist.

Nun aber hat die Ethercat Technology Group (ETG) eine herstellerunabhängige Schnittstelle für diese Diagnosedaten veröffentlicht. Martin Rostan, Executive Director der ETG, hierzu: „Die ‚Zutaten‘ sind schon lange Teil von Ethercat – sprich die standardisierte Parameterstruktur mit dem ‚Objektverzeichnis‘ und dem ‚Modular Device Profile‘ auch für Master-Implementierungen und der ebenfalls standardisierte Zugriff auf diese Daten per Ethercat Mailbox Gateway. In der neuen Spezifikation ETG.1510 werden diese jetzt um einige Diagnose-Parameter ergänzt und in einem Dokument zusammengefasst. Damit können Master-Hersteller, Anbieter von Diagnose-Tools und Systemintegratoren die Schnittstelle schnell und einfach implementieren und nutzen.“ Auf diese Weise könne der ‚Gesundheitszustand‘ des Netzwerkes und der Teilnehmer künftig auf herstellerunabhängige Weise ausgelesen werden. Der Zugriff ist dabei nicht nur lokal, sondern auch aus der Ferne über ein LAN oder WLAN möglich – auch aus Cloud-basierten Applikationen.