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5G: Das 5G-Testfeld

Autos, Ampeln und Laternen sollen in wenigen Jahren Daten über 5G austauschen. Dekra und die Deutsche Telekom bauen deshalb die Test- und Rennstrecke Lausitzring als 5G-Testfeld für intelligente Mobilität aus.

Infineon ist der 5G Automotive Association beigetreten. Bildquelle: © Sashkin / Shutterstock

Die Vision steht: Vernetzte Autos und autonome Fahrzeuge sollen zukünftig in Echtzeit miteinander, aber auch mit Gebäuden, der Straßen-Infrastruktur oder auch mit Fahrradfahrern und Fußgängern kommunizieren. Navigations-Infos werden auf Zentimeter genau sein. Der Fahrer kann neben neuartigen Assistenzsystemen dann auch Infotainment und andere Dienste im Auto nutzen. Basis dafür sind neue Lösungen für Konnektivität in Fahrzeugen.

Am Lausitzring –  laut Dekra Europas größtes geplantes unabhängiges Testfeld für vernetztes Fahren - sollen deshalb Experten vieler Bereiche zusammen arbeiten. Ziel ist, dass ein interessantes Umfeld für Automobilhersteller und -zulieferer aber auch für Hersteller von Kommunikationskomponenten entsteht. Sie können hier intelligente Mobilität in realer Umgebung testen. Die Ergebnisse sollen helfen, Technologien und Dienste zu entwickeln.

Die Deutsche Telekom will die modernste 4G- und 5G-Infrastruktur für die Teststrecke stellen. Außerdem kommen neue Technologien zum Einsatz. Zum einen Edge Computing, bei dem cloudbasierte Rechenleistung die Kommunikation in Echtzeit sicherstellt. Zum anderen Precise Positioning, also die zentimetergenaue Lokalisierung und C-V2X, der Telekommunikationsstandard für die Kommunikation zwischen Autos, Netz- und Straßeninfrastruktur.

Das Dekra Technology Center am Lausitzring bietet bereits die gesamte Bandbreite der Zulassungstests für Automobilhersteller an. Mit rund 545 Hektar ist es das größte unabhängige Testgebiet für vernetztes und automatisiertes Fahren in Europa. Das Areal umfasst eine Fläche von über 700 Fußballfeldern. Die Straßen entsprechen Innenstädten, Landstraßen und Autobahnen. Auch sind spezielle Asphaltzonen für Tests zum autonomen Parken vorhanden.

Mit der neuen Testanlage kann die Industrie künftig sowohl vernetzte Funktionen als auch die Systeme dahinter testen. So kann das vernetzte Gesamtsystem bis hin zur Kommunikation mit den Servern der Fahrzeug-Hersteller geprüft werden.