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Monitoring von Datenleitungen: Details zum Forschungsprojekt Ko²SiBus vorgestellt

Neue Methoden erarbeiten zum kostengünstigen Monitoring von Datenleitungen in laufenden Industrieanlagen: So lautet das Ziel des Forschungsprojektes Ko²SiBus. Am 21. Februar trafen sich Vertreter des Konsortiums zum Informationsaustausch.

Monitoring von Datenleitungen Bildquelle: © IMMS

Das Projekt Ko²SiBus läuft bis 31.05.2019.

Die drahtgebundenen Ethernet-basierten Kommunikationsleitungen für den Datenaustausch beziehungsweise die Vernetzung von Industrieanlagen werden gegenwärtig in der Regel noch nicht kontinuierlich überwacht. Ein Grund dafür ist neben der hohen Anzahl an Ethernet-Kabeln, dass die meisten dieser Leitungen verdeckt und schwer zugänglich verlegt sind. Kabelbrüche und Störungen müssen bislang meist bei Maschinenstillstand und losgelöst von der Anlage mithilfe von zusätzlichen Messgeräten untersucht werden.

Vor diesem Hintergrund fiel Mitte 2017 der Startschuss zu dem auf zwei Jahre angelegten  Forschungsvorhaben „Ko²SiBus – Kontinuierliche und kostengünstige Signalüberwachung für industrielle Bussysteme“. Im Rahmen dieses vom BMWi geförderten Projektes werden das Institut für verlässliche Embedded Systems und Kommunikationselektronik (ivESK) an der Hochschule Offenburg und das Team der Professur für Mess- und Sensortechnik an der Technischen Universität Chemnitz gemeinsam mit dem IMMS Institut für Mikroelektronik- und Mechatronik-Systeme neue Lösungen erarbeiten, mit denen sich solche Ausfallzeiten und Wartungsaufwände in Industrieanlagen deutlich verringern lassen, die auf bislang schwer auffindbare Störungen in Datenkabeln zurückzuführen sind.

Das neue Konzept soll es auch erlauben, die Monitoring-Daten über eine einheitliche und offene Schnittstelle weiterzugeben, so dass eine Integration in kundenspezifische Monitoring-Lösungen einfach möglich ist. Die Lösung soll in bestehende Anlagen nachgerüstet werden können, zum Beispiel als Erweiterung für Switches, und sich als Feature direkt in Netzwerkknoten von Industrie-4.0-Anlagen integrieren lassen.

Der projektbegleitende Ausschuss besteht aus folgenden Industriepartnern: Bosch Rexroth, Gemac – Gesellschaft für Mikroelektronikanwendung, Hilscher, Indu-Sol, Pilz, R. Stahl Schaltgeräte, Renesas Electronics, Sick, Stackforce und Turck.