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Industrie 4.0: Umsatz steigt auf 7 Mrd. Euro

Fortsetzung des Artikels von Teil 1.

Maschinen- und Anlagenbau als stärkster Treiber

Die stärkste Nachfragesteigerung ist im Maschinen- und Anlagenbau zu verzeichnen. Die Umsätze mit Industrie-4.0-Lösungen betrugen 2016 bereits 1,2 Mrd. Euro und legen in diesem Jahr voraussichtlich um 23 % auf 1,5 Mrd. Euro zu. “Im Maschinen- und Anlagenbau können die Unternehmen auf eine große Menge an Daten zurückgreifen, um effizienter zu produzieren, etwa auf Betriebs-, Zustands- und Umfelddaten. Zudem können die eigenen Produkte mit Industrie-4.0-Technologien ausgestattet werden, um so beispielsweise neue Dienstleistungen anzubieten”, sagte Holz. Aber auch der Automobilbau ist ein starker Treiber für Industrie 4.0 und verzeichnete mit einer Milliarde Euro die zweithöchsten Industrie-4.0-Ausgaben im vergangenen Jahr. In diesem Jahr sollen die Ausgaben im Bereich Automotive laut Prognose um 20 % auf 1,2 Mrd. Euro zulegen. “Die Automobilbranche ist mit führend in der Industrie 4.0, insbesondere was Produktion und Logistik angeht”, sagte Holz. Außerdem könnten die neuen Technologien in den Fahrzeugen eingebaut werden. Das erhöhe die Verkehrssicherheit und wenn ein Fahrzeug rechtzeitig melde, was gewartet werden müsse, könnten Reparaturen besser geplant und Ersatzteile schneller bereitgestellt werden. Nach Umsatz auf Platz drei folgt die Elektronik-Branche, die in diesem Jahr 817 Mio. Euro in Industrie-4.0-Lösungen investiert, ein Plus von 22 % gegenüber dem Vorjahr. “Mit Industrie 4.0 können die komplexen Produktionsprozesse der Elektronik-Branche fast in Echtzeit überwacht und gesteuert werden”, so Holz. Das schaffe höhere Transparenz und senke Lagerkosten. Zudem könnten auch für individualisierte Produkte die weltweit verteilten Produktionsprozesse nach dem Motto “Plug and Produce” einfacher eingerichtet und angepasst werden. In der Metallverarbeitung wachsen die Umsätze mit Industrie 4.0 2017 um 17 % auf 424 Mio. Euro. Das sonstige verarbeitende Gewerbe trägt mit prognostizierten 1,9 Mrd. Euro zum Gesamtmarktvolumen von 5,9 Mrd Euro bei.