Sie sind hier: HomeFeldebeneVernetzung

Softing: OPC UA plus Ethernet TSN

Softing zeigt auf der Hannover Messe 2016 eine erste Umsetzung des Pub/Sub-Modells in OPC UA - und zwar in Verbindung mit dem Ethernet-Standard TSN.

Ethernet-Kabel am Stand von Softing auf der Hannover Messe 2016 Bildquelle: © Meinrad Happacher, Computer&AUTOMATION

Das OPC-UA-Publisher/Subscriber-Kommunikationsmodell ist nach Überzeugung von Softing ideal für die Anforderungen von Industrie-4.0- beziehungsweise IIOT-Anwendungen und befindet sich zurzeit bei der OPC Foundation im Spezifizierungsprozess. Als nach eigener Aussage erster Anbieter hat der Kommunikationstechnik-Spezialist aus Haar bei München nun die Publisher-/Subscriber-Erweiterung des OPC-UA-Standards als prototypisches Modell implementiert. Die entsprechende Modell-Anwendung nutzt ein Standard-Ethernet-Netz für einen deterministischen Datenaustausch und verwendet dafür den IEEE-Time-Sensitive-Networking-Standard – kurz TSN.

Im Detail zeigt die OPC-UA-Publisher-/Subscriber-Anwendung die garantierte Ausführung der Kommunikation zwischen Steuerungen und die deterministische Kommunikation über eine bestehende TSN-Infrastruktur. Dabei laufen Steuerungsaufgaben und Datenverkehr über ein gemeinsames TSN-fähiges Ethernet-Netz, ohne dass der Datenaustausch in Echtzeit gefährdet oder Bandbreite verschwendet wird.

Darüber hinaus stellt Softing auf dem Gemeinschaftsstand der OPC Foundation die neue Version 4.10 von der sogenannten ‚dataFeed OPC Suite‘ vor. Diese stellt jetzt OPC-UA-Client-Funktionalität zur Verfügung und ist in verschiedensten OPC-UA-Gateway-Lösungen einsetzbar. Steuerungen mit integriertem OPC-UA-Server – zum Beispiel von B&R oder Beckhoff – aber auch der RFID-Reader von Harting lassen sich auf diese Weise einfach in bestehende OPC-Classic-Umgebungen integrieren. Laut Andreas Röck, Produktmanager OPC bei Softing, können Anwender auf diese Weise eine schrittweise Umsetzung von Industrie-4.0-Lösungen unter Einbeziehung ihrer bestehenden OPC-Classic-Komponenten durchführen.

Außerdem stellt die ‚dataFeed OPC Suite‘ eine Logger-Funktionalität für OPC-UA-Server zur Verfügung. Prozessdaten einer Steuerung mit integriertem OPC-UA-Server können damit in einer Datei oder einer Datenbank gespeichert werden. Mittels der neuen OPC-UA-Client-Funk­tionalität dient die Suite nicht nur als Gateway zwischen Classic- und UA-Anwendungen, sondern fungiert auch als zentrales Gateway zwischen mehreren OPC-UA-Servern und -Clients. Die Clients müssen sich nur mit einem UA-Server verbinden beziehungsweise es muss lediglich ein aggregierter UA-Adressraum verwaltet werden.