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Hannover Messe 2015: Die neue Plattform Industrie 4.0

Am 14. April war der Auftakt der neuen von Politik, Wirtschaft, Verbänden, Wissenschaft und Gewerkschaft getragenen Plattform Industrie 4.0. Diese löst die bisherige Plattform Industrie 4.0 ab, die von den Verbänden Bitkom, VDMA und ZVEI in den letzten zwei Jahren geleitet wurde.

Sigmar Gabriel spricht zur neuen Plattform Industrie 4.0 Bildquelle: © ZVEI

Zwei wichtige Informationen blieb Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel bei der Auftaktveranstaltung der neuen Plattform Industrie 4.0 schuldig. Erstens: Wer wird die beim Bundeswirtschaftsministerium angesiedelte Geschäftsstelle ab wann betreiben? Zweitens: Wann und wo werden die geplanten Kompetenzzentren für den Mittelstand entstehen?

"Ziel der Neuorientierung ist, die Plattform auf eine breitere politische und gesellschaftliche Basis zu stellen und sowohl thematisch als auch strukturell neu auszurichten", argumentiert Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel. Die Leitung der neuen Plattform Industrie 4.0 übernimmt ein Leitungsgremium, das sich aus folgenden Personen zusammensetzt: Sigmar Gabriel, Bundesforschungsministerin Johanna Wanka, Prof. Dr. Siegfried Russwurm (Siemens [1]), Dr. Eberhard Veit (Festo [2]), Bernd Leukert (SAP [3]), Reinhard Clemens (Deutsche Telekom [4]), Ulrich Grillo (Bundesverband der Deutschen Industrie), Prof. Dr. Reimund Neugebauer (Fraunhofer Gesellschaft) sowie Jörg Hofmann (IG Metall).

Die Teilnehmer der Plattform Industrie 4.0 arbeiten wie bislang auch schon in interdisziplinären Arbeitsgruppen an den Zukunftsthemen Standardisierung, Forschung und Sicherheit. Neu hinzu kommt, dass sich die Plattform zudem mit den Themen Recht, Arbeit sowie Aus- und Weiterbildung beschäftigt. Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen sollen bis Ende des Jahres erarbeitet und auf dem IT-Gipfel [5] im November 2015 vorgestellt werden.

Grundlage für die zukünftige Arbeit bilden die Ergebnisse der bisherigen Plattform – die sogenannten Umsetzungsstrategien. Sie wurden auf der Hannover Messe vorgestellt. In diesen Umsetzungsstrategien werden zusätzlich zur derzeit bereits verfolgten Forschungsagenda Kernbausteine von Industrie 4.0 benannt. So soll gerade auch vor dem Hintergrund der komplexen und vielfältigen Ausgangslage ein Rahmen geschaffen werden, in dem Referenzarchitekturen für Industrie 4.0 entstehen können - ein Raster, mit dessen Hilfe die Digitalisierung und die umfassende Vernetzung in der Produktion vorangetrieben werden können.

Die koordinierenden und organisatorischen Aufgaben, die bislang von den drei Verbänden Bitkom [6], ZVEI [7] und VDMA [8] übernommen wurden, soll zukünftig eine beim Bundeswirtschaftsministerium angesiedelte Geschäftsstelle übernehmen.