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Industrie 4.0: Erstes europäisches Testbed des IIC

Eine Kooperation von Bosch mit drei internationalen Unternehmen aus dem Industrial Internet Consortium (IIC) treibt die Vernetzung von Werkzeugen voran. Nun gibt es erste Ergebnisse der Zusammenarbeit im Projekt 'Track and Trace'.

Der Bosch Standort Gerlingen Schillerhöhe Bildquelle: © Bosch

Für das IIC-Projekt liefert Bosch den Funk-Akkuschrauber Nexo und die Software zur Datengewinnung und -auswertung.

Vernetzte Werkzeuge in der Fertigung Bildquelle: © Bosch

Zu den möglichen Anwendungen vernetzter handgehaltener Schraub-, Niet- oder Messwerkzeuge gehören beispielsweise der Bau und die Wartung von Motoren und Flugzeugen.

Das auf zwei Jahre angesetzte Testbed ist das erste aus Europa getriebene Innovationsprojekt des IIC. Mit den bisherigen Ergebnissen besteht die Möglichkeit, zum Beispiel die Position eines Funk-Akkuschraubers innerhalb einer Werkhalle zu lokalisieren. Abgeleitet aus der Positionsbestimmung wird automatisch das richtige Drehmoment für die jeweilige Aufgabe gewählt. Damit können zum Beispiel sicherheitsrelevante Schrauben immer mit der genau vorgeschriebenen Kraft angezogen werden. Diese Werte lassen sich zudem automatisch dokumentieren, um die Qualität der Produkte zu sichern und zu prüfen. Künftig sollen sich industrielle Elektrowerkzeuge zum Bohren, Verschrauben, Vermessen oder Löten dank offener Standards in ein Gesamtsystem vernetzter Werkzeuge integrieren lassen. Ziel des Projektes ist eine bessere Qualität und mehr Effizienz in der industriellen Fertigung.

"Eine solche Lösung gibt es in dieser Form bislang nicht, sie bietet großes Potenzial im gesamten industriellen Umfeld", sagt Projektleiter Dirk Slama von Bosch [1]. Das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen kooperiert bei 'Track and Trace' mit dem IT-Unternehmen Tech Mahindra, dem IT-Unternehmen Cisco und National Instruments, einem Lieferanten für Systeme zur Automatisierungs- und Messtechnik.